GdP-Chef: Polizei hat Staatschefs bei G20-Gipfel nicht bevorzugt

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GdP-Chef: Polizei hat Staatschefs bei G20-Gipfel nicht bevorzugt

10.07.2017 - 19:27 Uhr

GdP-Chef: Polizei hat Staatschefs bei G20-Gipfel nicht bevorzugt GdP-Chef: Polizei hat Staatschefs bei G20-Gipfel nicht bevorzugt Politik
über dts Nachrichtenagentur

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, hat die Einschätzung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zurückgewiesen, wonach die Polizei beim G20-Gipfel den Schutz von Staatschefs über den Schutz der Bürger gestellt habe: "Es gab keine Priorisierung, dass die Polizei zuerst die Gipfelteilnehmer und erst dann die Bevölkerung geschützt hat. Eine solche Einschätzung ist vollkommen verfehlt", sagte Malchow der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Zudem wies er Kritik an dem Einsatz der Beamten generell zurück.

"Der Polizei ist die Lage nicht entglitten", sagte Malchow, räumte aber ein, dass die Polizei bei solchen komplexen Lagen nicht alle Straftaten verhindern könne. "Man war auf solche Entwicklungen vorbereitet", sagte der GdP-Chef. Zu dem Vorwurf, der Polizeieinsatz am Donnerstagabend gegen den Schwarzen Block habe zu den Ausschreitungen am Folgeabend geführt, sagte Malchow: "Gehwegplatten und Präzisionszwillen haben die Gewalttäter sich nicht besorgt, weil am Vorabend eine Versammlung aufgelöst wurde, in der sich 1.000 Vermummte, also Straftäter, befunden haben. Das war geplant."

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Kommentare zu "GdP-Chef: Polizei hat Staatschefs bei G20-Gipfel nicht bevorzugt"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von GoldSaver
11.07.2017 14:05 Uhr

Ehrlich gesagt würde es mich auch sehr wundern, wenn es zugegeben würde, das die Gipfelteilnehmer bevorzugt geschützt worden (falls dies der Fall gewesen sein sollte).

Kommentar von moses1972
10.07.2017 21:32 Uhr

Was sollen diese gegenseitigen Vorwürfe. Da will der eine die Verantwortung auf den anderen schieben um nicht für das Debakel in Verantwortung treten zu müssen.