Gift-Anschlag in England: Wagenknecht verlangt "seriöse" Aufklärung

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Gift-Anschlag in England: Wagenknecht verlangt "seriöse" Aufklärung

13.03.2018 - 14:47 Uhr

Gift-Anschlag in England: Wagenknecht verlangt seriöse Aufklärung Gift-Anschlag in England: Wagenknecht verlangt "seriöse" Aufklärung Politik
über dts Nachrichtenagentur

Im Fall des Gift-Anschlags Anfang März auf einen ehemaligen russischen Spion hat Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht eine "seriöse" Aufklärung gefordert. "Bevor hier Schuldzuweisungen angebracht sind, muss erst seriös aufgeklärt werden, wer hinter dem brutalen Mordanschlag steckt", sagte Wagenknecht der "Bild" (Mittwochsausgabe). "Die Tatsache, dass dabei russisches Nervengift verwendet wurde, bedeutet nicht automatisch, dass es auch ein Auftragsmord des russischen Staates war. Es können auch kriminelle oder mafiöse Strukturen dahinterstecken."

Einen Bündnisfall für die Nato sieht Wagenknecht in dem Vorfall nicht. "Wer eine solche Kriegs-Rhetorik an den Tag legt, muss sich fragen lassen, was er damit bezwecken will: Russland ist eine Atommacht, ein militärischer Konflikt ist also komplett ausgeschlossen." Auch eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland lehnt Wagenknecht ab. "Die USA unter Präsident Donald Trump zetteln gerade einen Handelskrieg mit Europa an. Da halte ich es für wenig klug, der deutschen Industrie weitere Absatzmärkte zu nehmen. Wir sollten den Handel mit Russland eher ausbauen, anstatt das Land weiter zu isolieren." Auch einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland durch die deutsche Nationalmannschaft lehnt die Linken-Politikerin ab. "Die Weltmeisterschaft ist ein Sportereignis und wir sollten deutschen Sportlern nicht die Chance nehmen, ihren WM-Titel zu verteidigen", sagte Wagenknecht der Zeitung.

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Kommentare zu "Gift-Anschlag in England: Wagenknecht verlangt "seriöse" Aufklärung"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von Spongebob
14.03.2018 19:08 Uhr

Das sehen ich genauso. Nur weil das Nervengift Russland zugeschrieben wird, hat es nicht zu heißen, dass der russische Staat dahinter stecken muss. Wie vereinfacht die zwei Fronten gerne dargestellt werden. USA = gut. Russland = schlecht.

Kommentar von Eckhard
13.03.2018 15:53 Uhr

Das sehe ich auch so. Nur weil das Gift aus Russland stammt heißt noch lange nicht, das die Tat auch von Russland begangen wurde. Hier muss ermittelt werden um den wahren Täter aufzudecken.