Grenzanlagen: Luxemburgs Außenminister weist Orbáns Forderung zurück

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Grenzanlagen: Luxemburgs Außenminister weist Orbáns Forderung zurück

01.09.2017 - 19:06 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat die Forderung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán nach einer Mitfinanzierung von Grenzanlagen zur Abwehr von Flüchtlingen entschieden zurückgewiesen: "Es kann nicht infrage kommen, dass die EU Orbáns Zaun zahlt. Die Europäische Union hat viele Fehler, aber sie ist ganz sicher nicht masochistisch", sagte Asselborn der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). Orbán sei nicht in der Position, Solidarität einzufordern: "Er hat sich total entsolidarisiert", sagte Asselborn.

Ungarn lehnt die Aufnahme von Flüchtlingen im Rahmen eines von der EU 2015 beschlossenen Umsiedlungsprogramms ab und hat dagegen zusammen mit der Slowakei vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg geklagt. Das Urteil soll am kommenden Mittwoch verkündet werden. In einem Schreiben an den Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hatte Orbán verlangt, dass die EU die Hälfte der Kosten für Grenzanlagen übernimmt, die Ungarn während der Flüchtlingskrise errichtet hatte.

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Kommentare zu "Grenzanlagen: Luxemburgs Außenminister weist Orbáns Forderung zurück"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von Freddie32
04.09.2017 18:36 Uhr

Nun ja aber das europa nunmal endlich sichere Grenzen braucht und an diesen grenzen schon überprüft werden müsste anstatt erst hier sehe ich als einzige Möglichkeit all dem noch herr zu werden.

Kommentar von moses1972
01.09.2017 20:28 Uhr

Orbans forderung ist völlig inakzeptabel. Ungarn hat ohne mit der EU das abzusprechen den Grenzzaun gebaut. Also sollen sie ihn auch selber bezahlen..