EIB will Ausweitung der EU-Impfstoffproduktion unterst├╝tzen

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EIB will Ausweitung der EU-Impfstoffproduktion unterst├╝tzen

18.01.2021 - 05:01 Uhr

EIB will Ausweitung der EU-Impfstoffproduktion unterst├╝tzen EIB will Ausweitung der EU-Impfstoffproduktion unterst├╝tzen Politik
├╝ber dts Nachrichtenagentur

Die Europ├Ąische Investitionsbank (EIB) ist bereit, Europas Impfstoffhersteller bei der Ausweitung der Impfstoffproduktion finanziell zu unterst├╝tzen. Das k├╝ndigte EIB-Pr├Ąsident Werner Hoyer in der "Welt" (Montagsausgabe) an. "Wir k├Ânnen uns da nur anbieten. Wir bestellen den Impfstoff ja nicht selbst. Aber wir standen und stehen immer zur Verf├╝gung. Wir sind auch jetzt bereit, die Finanzierung von Produktionskapazit├Ąten zu unterst├╝tzen, um die Voraussetzungen f├╝r gr├Â├čere Bestellmengen zu schaffen."

Die EIB hatte im vergangenen Jahr die beiden deutschen Impfstoffentwickler Biontech und Curevac bereits mit Millionenkrediten gef├Ârdert. Dass Curevac k├╝rzlich eine Allianz mit dem Bayer-Konzern geschlossen hat, um den eigenen Impfstoff voranzubringen, sei "eine sehr interessante Entwicklung", sagte Hoyer. "Aber auch der Bayer-Konzern kann nicht mal eben aus dem Stand so eine komplexe Impfstoffproduktion aufbauen." Hoyer verteidigte die Impfstoffpolitik von Bundesregierung und EU-Kommission. Beiden wird vorgeworfen, die Impfstoffe gegen Covid-19 zu sp├Ąt und zu z├Âgerlich bestellt zu haben. "Jetzt sind ja alle Hobbyvirologen und wollen immer schon gewusst haben, dass Biontech die L├Âsung ist. Aber so klar war die Lage vor zehn Monaten nicht", so Hoyer. "Deshalb w├Ąre es ein Fehler gewesen, wenn die Bundesregierung oder die EU-Kommission bei ihren Bestellungen alles auf eine Karte gesetzt und nur bei einem Anbieter bestellt h├Ątten." Die Verz├Âgerungen jetzt hingen vor allem mit der Infrastruktur der einzelnen Staaten zusammen. Der EIB-Chef mahnte in diesem Zusammenhang auch eine bessere Vorbereitung f├╝r k├╝nftige Pandemien an: "Wir m├╝ssen viel wacher sein. Covid-19 hat uns alle von den Socken gehauen." Dass die Politik sich bereits wieder im Wahlkampfmodus befinde, helfe dabei nicht gerade: "Das vergangene Jahr hat au├čerdem sehr deutlich gemacht, dass man Pandemien global denken muss. Die Idee, dass jeder sein eigenes Ding machen kann, ist komplett illusorisch", sagte Hoyer. "Auch Trump w├╝rde alt aussehen ohne den Impfstoff aus Mainz."

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