Bundesverkehrsminister fordert Aufklärung von Winterkorn

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Bundesverkehrsminister fordert Aufklärung von Winterkorn

10.05.2018 - 16:55 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) fordert vom ehemaligen Vorstandsvorsitzendenden der Volkswagen AG, Martin Winterkorn, Aufklärung in der Dieselaffäre des Konzerns. "Herr Winterkorn muss auch seinen Beitrag zur Aufklärung leisten", sagte Scheuer dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). Auch er wünsche sich "wie viele Bürger mehr Tempo", um den Skandal endlich zu beenden und nicht immer wieder durch neue Negativschlagzeilen wie zuletzt bei der VW-Tochter Audi zu befeuern.

"Jeder Verantwortliche muss wissen, dass diese Vorgehensweise im Häppchen-Stil kein Vertrauen schafft – weder in die Unternehmen noch in die Diesel-Technologie." Das Qualitätssiegel "Made in Germany" werde "durch die Serie von Fehlern beschädigt". Scheuer lehnte indes harte Sanktionen gegen Unternehmen ab. "Jetzt warten wir erst einmal die juristischen Untersuchungen der Behörden und Staatsanwaltschaften ab", sagte er. Ziel sei es, "wieder nach vorne" zu schauen. Deshalb habe er von den Herstellern verlangt, bis zum Jahresende alle 5,3 Millionen Fahrzeuge durch Software-Updates sauberer zu machen und so die Schadstoffe bis zu 30 Prozent zu senken. Die Grünen hatten harte Strafen gegen Unternehmen gefordert, die Dieselfahrzeuge manipuliert haben. "Die Grünen haben andere Interessen und werden flankiert von der Deutschen Umwelthilfe, die offensichtlich Kinder als Drückerkolonnen für Spenden einsetzt", sagte Scheuer. Sie wollten den Wirtschaftsstandort ins Schlingern bringen. "Dem schließe ich mich sicher nicht an", sagte Scheuer. "Fakt ist, dass moderne Fahrzeuge wesentlich effizienter fahren, weniger verbrauchen und weniger Schadstoffe emittieren. Die Qualität deutscher Produkte lasse ich nicht mies reden."

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Kommentare zu "Bundesverkehrsminister fordert Aufklärung von Winterkorn"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von giselle1506
11.05.2018 16:29 Uhr

Winterkorn und all die Mitverantwortlichen sollen endlich Verantwortung übernehmen. Sollen mal was aus ihrer eigenen Tasche, wo sie so kräftig reingebuttert haben für den Schaden aufkommen.

Kommentar von Gonzo86
11.05.2018 10:41 Uhr

Nicht nur Aufklärung. Eine Verpflichtung eines kostenlosen Hardware Update durch den Hersteller muss unbedingt vom Gesetzgeber verabschiedet werden und die Entscheider zur Verantwortung gezogen werden.