Zahl der Langzeit-Hartz-IV-Empfänger weiterhin hoch

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Zahl der Langzeit-Hartz-IV-Empfänger weiterhin hoch

16.08.2019 - 05:00 Uhr

Zahl der Langzeit-Hartz-IV-Empfänger weiterhin hoch Zahl der Langzeit-Hartz-IV-Empfänger weiterhin hoch Wirtschaft
über dts Nachrichtenagentur

Fast jeder fünfte Hartz-IV-Empfänger in Deutschland bezieht bereits zehn Jahre oder länger staatliche Unterstützung. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, über welche die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Freitagsausgaben berichten. Demnach waren Ende 2018 rund 5,6 Millionen Menschen in der sogenannten Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Bei etwa 1,01 Millionen dauerte der Leistungsbezug bereits zehn Jahre oder länger. Das entspricht einem Anteil von 18,3 Prozent. Mehr als 675.000 Menschen waren bereits zwischen 13 Jahren und 14 Jahren auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Das sind gut zwölf Prozent aller Bezieher. Laut Arbeitsministerium kann eine bisherige Verweildauer von 14 Jahren und länger nicht ausgewiesen werden. Springer sagte dem RND, die weiterhin hohe Zahl der "Langzeitleistungsbezieher" zeige, dass die Hartz-IV-Reformen "ein reiner Etikettenschwindel" gewesen seien. "Die Betroffenen wurden lediglich von einer Statistik in die andere geschoben, um die Arbeitslosenzahlen zu frisieren", so der Bundestagsabgeordnete: "Hartz IV ist mitsamt der milliardenschweren Arbeitsmarktprogramme gescheitert."

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Kommentare zu "Zahl der Langzeit-Hartz-IV-Empfänger weiterhin hoch"

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von MrTest
17.08.2019 13:28 Uhr

Es braucht für diese Leute einen alternativen Arbeitsmarkt, etwa bei den Gemeinden könnten sie Arbeit finden hier gibt es immer viel zu tun. Man nimmt einfach die ganzen Sozialleistungen zusammen, gibt eventuell noch einen kleinen Zuschuss, und kann den Leuten dann ein anständiges Gehalt zahlen. Dann wäre das Problem mit den Langzeitarbeitslosen erledigt, wenn für die ganzen Krisen dreistelligen Milliardenbeiträge zur Verfügung gestellt werden, dürfte das auch machbar sein.