Union lehnt Stopp von Rüstungsexporten in die Türkei ab

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Union lehnt Stopp von Rüstungsexporten in die Türkei ab

12.09.2017 - 07:50 Uhr

Union lehnt Stopp von Rüstungsexporten in die Türkei ab Union lehnt Stopp von Rüstungsexporten in die Türkei ab Politik
über dts Nachrichtenagentur

Auch angesichts der angespannten deutsch-türkischen Beziehungen und der erneuten Festnahme von Deutschen in der Türkei hat die Union Forderungen der Grünen nach einem Stopp deutscher Rüstungsexporte in die Türkei zurückgewiesen. "Wir haben ein Interesse an leistungsfähigen türkischen Streitkräften", sagte der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU), der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Die Solidarität innerhalb der Nato gebietet es, dass wir Wünsche der Türkei nach Rüstungslieferungen grundsätzlich wohlwollend prüfen und umsetzen."

Alles andere wäre "eine Schwächung der Nato und eine substantielle Gefährdung" deutscher Sicherheitsinteressen. "In Moskau und anderswo würde man sich über den Stopp von Rüstungsexporten aus Deutschland in die Türkei freuen", sagte Hardt. Jenseits des von Präsident Erdogan vom Zaun gebrochenen Streits mit Deutschland sei die Türkei ein wichtiger Sicherheitspartner für Deutschland unter dem Dach der Nato. "Diese Sicherheitspartnerschaft ist keine Einbahnstraße", sagte Hardt. Zurückhaltend äußerte sich der CDU-Politiker beim Thema offizielle Reisewarnung für die Türkei; es gehe schließlich auch darum "einen möglichst engen Austausch gerade mit dem nach wie vor großen europafreundlichen Teil der Türkei beizubehalten", sagte Hardt. Für Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes geben es klare Kriterien. Die Prüfung, ob eine Reisewarnung erforderlich ist, sollte diesen objektiven Kriterien folgen. "Anders als die Türkei setzt Deutschland `Reisewarnungen` nicht als politisches Druckmittel ein", sagte der CDU-Politiker. Laut Hardt verfolgt der türkische Präsident das Ziel, "einen Keil zwischen die EU und die Türkei zu treiben". Er habe Angst vor den europäischen Standards von Pressefreiheit und Rechtsstaatlichkeit. "Das unkalkulierbare Verhalten des türkischen Präsidenten ist die größte Belastung für den Tourismus und die Wirtschaft in der Türkei", so Hardt.

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Kommentare zu "Union lehnt Stopp von Rüstungsexporten in die Türkei ab"

Insgesamt 4 Kommentare vorhanden


Kommentar von ruhrgebiet
12.09.2017 17:08 Uhr

Ich verstehe es wenn nach Stopp von Rüstungsexporte in die Türkei geschrieen wird. Aber die CDU hat auch Recht wenn Sie sagt die Türkei sei ein Natopartner, es ist gerade in der jetzigen Zeit wo Herr Erdogan gegen Deutschland Verbal schießt sehr schwer das Richtige zu machen.

Kommentar von moses1972
12.09.2017 16:07 Uhr

Genau, der Rubel muss rollen egal was die Türkei macht. Hauptsache unsere Waffenindustrie brummt. Die UNION ist nicht mehr wählbar mit so einer Türkei Politik.

Kommentar von Freddie32
12.09.2017 15:54 Uhr

Nun ja hinsichtlich der Türkei wird es mehr und mehr immer bedenklicher.
Dann sollte man wirklich darüber nachdenken aber dann bitte auch Waffenexporte an noch bedenklicheren Gruppen einstellen.

Kommentar von Eckhard
12.09.2017 09:18 Uhr

Da muss aber sehr genau geprüft werden, nicht das unsere eigenen Waffen irgend wann gegen uns selbst eingesetzt werden. Immerhin hat sich die Türkei in letzter Zeit nicht gerade als sehr vertrauenswürdig erwiesen.