Über 2.000 Straftaten im Bundestagswahlkampf

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Über 2.000 Straftaten im Bundestagswahlkampf

16.09.2017 - 11:11 Uhr

Über 2.000 Straftaten im Bundestagswahlkampf Über 2.000 Straftaten im Bundestagswahlkampf Politik
über dts Nachrichtenagentur

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat über 2.000 Straftaten im Zusammenhang mit dem aktuell laufenden Bundestagswahlkampf verzeichnet. Darunter mehr als 50 Gewaltdelikte wie Körperverletzungen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ein BKA-Papier "Bundeslagebild Nr. 2 - Wahl zum 19. Deutschen Bundestag" ("VS - Nur für den Dienstgebrauch") vom 13. September 2017. Demnach wurden bundesweit bei Wahlkampfveranstaltungen und bei anderen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bundestagswahl bislang rund 2.250 Straftaten registriert.

Es handelt sich laut BKA-Papier mehrheitlich um Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Propagandadelikte. Aber auch 54 Gewalttaten, darunter auch Körperverletzungsdelikte, wurden von den Behörden registriert. Zu den Opfern von Attacken während des Wahlkampfes gehören laut BKA immer öfter auch Vertreter oder Helfer der Partei Alternative für Deutschland (AfD). "Zu erwähnen sind insbesondere Kandidaten der AfD und deren Veranstaltungen, die vermehrt von den Meldungen der Sachbeschädigungen und Störungen betroffen sind", heißt es in diesem Zusammenhang im BKA-Lagebild. Zum Teil ist das Bundeskriminalamt selbst für den Schutz von Politikern im Wahlkampf zuständig. Die Sicherungsgruppe (SG) kümmert sich laut BKA-Gesetz um den Schutz der Verfassungsorgane des Bundes. Je nach Einschätzung der jeweiligen Gefährdungslage werden etwa Bundeskanzlerin, Bundesminister, Bundespräsident oder Mitglieder des Deutschen Bundestages durch BKA-Beamte geschützt. Die Arbeitsbelastung der BKA-Personenschützer gilt seit dem vergangenen Jahr als sehr hoch. Als Gründe werden vor allem Bedrohungen von Rechtsextremisten, Linksextremisten oder auch türkischen Nationalisten genannt. Im Juli war das BKA zudem mit mehr als 2.000 Beamten für die Sicherheit der Gäste beim G20-Gipfel in Hamburg zuständig. Jetzt sorgt der Wahlkampf für zusätzliche Einsatzstunden.

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Kommentare zu "Über 2.000 Straftaten im Bundestagswahlkampf"

Insgesamt 5 Kommentare vorhanden


Kommentar von Holly003120
17.09.2017 10:55 Uhr

Wie dumm , z.b. ein Wahlplakat abzureissen oder Eier und Tomaten zu werfen.
Wie Affen.
Wählt doch diese Volksvertreter ab.
Und wählt andere Kräfte.
Mal sehen , ob euch eine Dikatutur dann ein bessres Leben bescherrscht.

Kommentar von GoldSaver
17.09.2017 06:28 Uhr

Es ist schon traurig zu sehen, wie gewalttätig wir Menschen doch geworden sind. Ess geht einfach nichts mehr ohne Gewalt.

Einfach nur traurig ist das!

Kommentar von moses1972
16.09.2017 23:42 Uhr

Ich finde es langsam zum Kotzen das der Wahlkampf nur noch von Beleidigugen, Pöbeleien, Eier werfen und sowas besteht. Wo ist die gut alte demokratische Auseinandersetzung in Deutschland geblieben.

Kommentar von moonraker2005
16.09.2017 13:16 Uhr

2000 Straftaten im Zusammenhang mit dem Bundestagswahlkampf finde ich schon eine ganze Menge. Ich verstehe auch nicht warum man sowas im Wahlkampf macht.

Kommentar von Freddie32
16.09.2017 12:08 Uhr

Und genau das kann nicht der richtige weg sein.
Man solle hart diskutieren oder starke Dialoge führen aber gewalt kann nie der richtige weg sein wie ich denke.