RWE will Hambacher Forst trotz Todesfall weiter roden

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RWE will Hambacher Forst trotz Todesfall weiter roden

21.09.2018 - 03:09 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Der Energieversorger RWE will den Hambacher Forst trotz des Todes eines Journalisten während der Räumung weiter für die Braunkohleförderung roden. "Die Annahme, dass der Forst gerettet werden kann, das ist Illusion", sagte der Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "Und ich bin tief betroffen, dass für eine solche Illusion, für ein solches Symbol gestern ein Mensch gestorben ist."

Ein Verzicht auf die Rodung des Waldes würde RWE laut Schmitz einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag kosten: "Ein Stillstand des Hambacher Forstes ad hoc würde etwa vier bis fünf Milliarden Euro bedeuten." Dabei schlüge Schmitz zufolge nicht nur die entgangene Braunkohle zu Buche. Auch müssten mit hohem Aufwand große Abraummengen herbeigeschafft werden, um die Abbruchkante des Braunkohletagebaus zu stabilisieren, "wenn der Hambacher Forst stehen bleibt, wenn wir nicht weiter arbeiten können". Nach dem Tod eines Journalisten am Mittwoch war die Räumung zunächst gestoppt worden.

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Kommentare zu "RWE will Hambacher Forst trotz Todesfall weiter roden"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von Kneipenchef
21.09.2018 18:09 Uhr

Vollkommen richtig, dass die Arbeit weiter geht. Erstens hängen da auch eine menge Arbeitsplätze daran. Und zweitens brauchen diese Ökoterroristen mit ihren Aktionen nicht immer damit durchkommen.

Kommentar von GoldSaver
21.09.2018 17:22 Uhr

Es wäre auch ein Wunder gewesen, wenn RWE etwas anderes sagen würde, ich habe jedenfalls mit nichst anderem gerechet. Und das Obwohl wir aj angeöich aus der Khleenergie aussteigen wollen.