Merkel kann sich Vermittlerrolle im Korea-Konflikt vorstellen

Politik Nordkorea


Merkel kann sich Vermittlerrolle im Korea-Konflikt vorstellen

10.09.2017 - 06:00 Uhr

Merkel kann sich Vermittlerrolle im Korea-Konflikt vorstellen Merkel kann sich Vermittlerrolle im Korea-Konflikt vorstellen Politik
über dts Nachrichtenagentur

Deutschland ist nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel bereit, sich direkt in eine diplomatische Initiative zur Beendigung des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramms einzuschalten. "Wenn unsere Beteiligung an Gesprächen gewünscht wird, werde ich sofort ja sagen", sagte die Kanzlerin in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Sie verwies zur Begründung auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm, an denen Deutschland neben den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat teilgenommen hatte.

Es habe sich um "eine lange, aber wichtige Zeit der Diplomatie" gehandelt, die im vergangenen Jahr zu einem "guten Ende" gekommen sei. "Ein solches Format könnte ich mir auch für die Beilegung des Nordkorea-Konflikts vorstellen. Europa und speziell Deutschland sollten bereit sein, dazu einen sehr aktiven Teil beizutragen", sagte Merkel weiter. Die Kanzlerin positioniert sich angesichts einer intensiven Abstimmung im UN-Sicherheitsrat darüber, wie die Staatengemeinschaft auf den bisher stärksten Atomwaffentest Nordkoreas am vorigen Sonntag reagieren soll. Merkel hat im Lauf der Woche schon mit den Präsidenten Frankreichs, der Vereinigten Staaten, Chinas und Südkoreas sowie dem japanischen Premierminister Abe telefoniert. Sie drückte dabei ihre Sorge aus, dass die atomare Aufrüstung Nordkoreas zu einer Rüstungsspirale führen könne, weil sich dann auch Südkorea und Japan Atomwaffen zulegen würden. Sie warb dafür, den Druck auf das Regime in Pjöngjang mittels weiterer Sanktionen zu verstärken, um dessen Bereitschaft zu erhöhen, eine friedliche Lösung auf dem Verhandlungsweg zu suchen. Für Montagmorgen ist nach F.A.S.-Informationen noch ein Telefonat Merkels mit dem russischen Präsidenten Putin vorgesehen, der sich - anders als China - gegen weiteren Druck auf Nordkorea ausgesprochen hatte.

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Kommentare zu "Merkel kann sich Vermittlerrolle im Korea-Konflikt vorstellen"

Insgesamt 6 Kommentare vorhanden


Kommentar von Holly003120
11.09.2017 11:13 Uhr

Bitte , bitte Frau Merkel, tun sie das nicht.
Es gab schon genug Ärger mit Ihnen.
Wollen sie noch mehr Probleme aufwirbeln?
Bitte nicht da, sondern röumen sie hier auf.

Kommentar von skazchan
10.09.2017 14:07 Uhr

Das Problem liegt eher an dem geringen Interesse von Nordkorea an einem Gespräch. Es haben sich schon mehrere Politiker dafür eingesetzt den Konflikt diplomatisch zu lösen, doch von nordkoreanischer Seite gibt es kein Entgegenkommen.

Kommentar von ruhrgebiet
10.09.2017 12:58 Uhr

Als Krisenkanzlerin ist Frau Merkel ja bekannt, als Vermittlerin wäre Sie eine echte Option.
Die Gefahr besteht ja wirklich das es zu einer weltweiten Problematik werden kann.

Kommentar von moonraker2005
10.09.2017 12:39 Uhr

Wichtig ist das man überhaupt miteinander redet egal wer jetzt der Vermittler ist. Wer nicht miteinander redet der kann auch keine Probleme lösen. Das ist so.

Kommentar von Freddie32
10.09.2017 11:31 Uhr

Wichtig ist in diesem wirklich heiklen Konflikt irgendwie deeskalierend zu handeln so das sich diese Lage erst einmal beruhigen kann.
man hofft natürlich das es nicht eskaliert.

Kommentar von Eckhard
10.09.2017 08:14 Uhr

Aber ja. Wenn es gewünscht wird soll und muss sich Deutschland als Vermittler anbieten und fungieren. Immerhin kann sich diese Krise als Weltproblem ausweiten.