Klitschko bekennt sich zu Guaidó

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Klitschko bekennt sich zu Guaidó

31.01.2019 - 23:00 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko, der für seinen Protest als Oppositionspolitiker am Maidan 2014 politisch bekannt geworden ist, hat sich zum venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó bekannt. "Wenn ich Juan Guaidó im Fernsehen sehe, wie er die Proteste anführt, wie er für ein besseres Leben in seinem Land kämpft, dann erinnert mich das an unsere Revolution am Maidan im Herzen von Kiew im tiefen Winter 2014. Venezuela ist zwar weit entfernt, aber doch gibt es erstaunliche Parallelen. Guaidó will die Korruption in seinem Land endlich beenden und endlich Demokratie - das waren auch die Kernziele des Maidan. Und genauso wie uns damals droht auch Guaidó die Festnahme, weil er auf die Straße geht und für sein Volk kämpft", schreibt Klitschko in einem Gastbeitrag für die "Bild-Zeitung" (Freitagsausgabe).

Er sei beeindruckt von dem "chaismatischen Politiker, der es wie kein anderer geschafft hat, die Opposition gegen Diktator Maduro" zu einen. "Gegen den Mann, der sein Volk verhungern und bei Protesten auf das Volk schießen lässt. Auch das, der Einsatz von Gewalt gegen das eigene Volk, erinnert an die Vorgehensweise unseres ehemaligen Präsidenten Janukowitsch, der nach Russland geflohen ist", schreibt Klitschko weiter. Auch in Venezuela mische der russische Präsident Wladimir Putin mit, er soll "sogar bereits verdeckte Soldaten in das Land geschickt" haben. "Russland will verhindern, dass die Venezolaner Freiheit und Demokratie bekommen, weil Maduro für Putin steuerbar ist. Ich hoffe, dass sich die EU am Wochenende klar bekennt. Es braucht ein Bekenntnis gegen die Diktatur und für die Freiheit", schreibt der Kiewer Bürgermeister in dem Gastbeitrag für die "Bild-Zeitung". Das gehe nur mit Neuwahlen. Es sei niemandem erklärbar, warum im "erdölreichsten Land der Welt Menschen hungern" müssten. "Ich bin fest davon überzeugt: Wenn Guaidó die freien Wahlen gewinnen sollte, kann die Armut endlich bekämpft werden. Die Bilder der leeren Geschäfte und der Hunger der Menschen erinnert mich an den Sozialismus, den ich selbst einst erlebt habe", schreibt Klitschko.

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