Handel und Gastgewerbe kritisieren 2G-Regel in Baden-W├╝rttemberg

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Handel und Gastgewerbe kritisieren 2G-Regel in Baden-W├╝rttemberg

10.09.2021 - 00:01 Uhr

Handel und Gastgewerbe kritisieren 2G-Regel in Baden-W├╝rttemberg Handel und Gastgewerbe kritisieren 2G-Regel in Baden-W├╝rttemberg Wirtschaft
├╝ber dts Nachrichtenagentur

Die neue 2G-Regel in Baden-W├╝rttemberg kritisiert der Handelsverband (HDE). "Der Ausschluss von ungeimpften Personen und die damit verbundenen Kontrollen von Geimpften und Genesenen w├╝rden dem ohnehin schon angeschlagenen station├Ąren Einzelhandel vielerorts den Todessto├č versetzen", sagte Hauptgesch├Ąftsf├╝hrerin Sabine Hagmann der "Welt" (Freitagausgabe). Der Handel k├Ânne die Kontrollaufgaben "weder personell noch finanziell leisten", sagte Hagmann.

"Vor den Gesch├Ąften werden sich lange Schlangen bilden, die Kundinnen und Kunden von einem Besuch im station├Ąren Einzelhandel abschrecken und in die Arme der Onlineh├Ąndler treiben." Auch der Hotel- und Gastst├Ąttenverband geht auf Distanz. "Zugangsbeschr├Ąnkungen f├╝r Ungeimpfte bedeuten immer wirtschaftliche Verluste f├╝r das Gastgewerbe, weil sie das G├Ąstepotenzial verkleinern und auch Gruppen, in denen sich Ungeimpfte befinden, vom Besuch der Betriebe abhalten", sagte ein Sprecher. Ab kommenden Montag soll eine neue Corona-Verordnung gelten, die sich an der Krankenhausbelegung orientiert. ├ťberschreitet sie bestimmte Grenzwerte, kommen ungeimpfte Erwachsene auch mit einem Test nicht mehr in die Innenr├Ąume von Restaurants, Kneipen, Theatern und Kinos hinein. Der Gie├čener Staatsrechtler Steffen Augsberg sagte der "Welt", verfassungsrechtlich sei es schon lange geboten, f├╝r Geimpfte und Genesene alle Freiheitsbeschr├Ąnkungen aufzuheben. Der Staat m├╝sse aber darlegen, warum von getesteten Ungeimpften eine gr├Â├čere Gefahr ausgeht als von Geimpften und Genesenen - und warum sie ein h├Âheres Risiko haben, schwer zu erkranken. "Wenn das gut begr├╝ndet ist und deshalb eine ├ťberlastung der Krankenh├Ąuser droht, ist 2G verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden", sagte Augsberg der "Welt". Allerdings werde durch den Druck auf die Ungeimpften die "Grenze zwischen einer gebotenen Differenzierung und einem Impfzwang por├Âs", sagte Augsberg, der auch Mitglied im Deutschen Ethikrat ist. Dennoch sei das Baden-W├╝rttemberger Modell deutlich besser als etwa das Hamburger 2-G-Optionsmodell. "Dort n├Ąmlich hat der Staat die Entscheidung auf private Unternehmen abgew├Ąlzt", sagte Augsberg. "Es ist aber ein Unterschied, ob der Staat ├╝ber eine Gefahrenlage entscheidet oder der Kneipier auf der Reeperbahn."

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