Gewerkschaft nennt Tarifflucht "Krebsgeschwür"

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Gewerkschaft nennt Tarifflucht "Krebsgeschwür"

08.05.2017 - 09:49 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Hessen-Thüringen hat sich in ungewöhnlich scharfer Form mit der zunehmenden Flucht aus dem Flächentarif auseinandergesetzt. Landesbezirksleiter Volker Weber bezeichnete diesen Trend auf der Landesbezirksdelegiertenkonferenz seiner Gewerkschaft am vergangenen Wochenende in Wiesbaden als "Krebsgeschwür". "Unternehmen, die keine Tariflöhne zahlen, keine Betriebsräte dulden, mit Leiharbeitern Stammbelegschaften unter Druck setzen, handeln verantwortungslos", so Weber.

"Sie versprechen sich einen Wettbewerbsvorteil und nehmen in Kauf, damit wie ein Krebsgeschwür unsere Wirtschafts- und Sozialordnung von innen her zu zerfressen. Dass Deutschland heute in Europa und der Welt für seine wirtschaftliche Stärke bewundert wird, hat auch etwas mit unserer Mitbestimmungskultur zu tun. Wer das aufs Spiel setzt, setzt auch unseren Wohlstand aufs Spiel."

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Kommentare zu "Gewerkschaft nennt Tarifflucht "Krebsgeschwür""

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von GoldSaver
08.05.2017 11:36 Uhr

Gewerkschaft nennt Tarifflucht "Krebsgeschwür"

Die Bezeichnung der Tarifflucht als "Krebsgeschwür" mag vielleicht auf der einen Seite verständlich sein, auf der anderen Seite finde ich es allerdings eher unangemessen.
Krankheit ist nun einmal etwas vollkommen anderes, das sollte man nicht gleichstellen.