Ex-AfD-Politiker Henkel will nicht wählen gehen

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Ex-AfD-Politiker Henkel will nicht wählen gehen

15.09.2017 - 18:27 Uhr

Ex-AfD-Politiker Henkel will nicht wählen gehen Ex-AfD-Politiker Henkel will nicht wählen gehen Politik
über dts Nachrichtenagentur

Der Europaabgeordnete und frühere AfD-Politiker Hans-Olaf Henkel (LKR) will zur Bundestagswahl nicht wählen gehen. "Da alle anderen Parteien Merkels Energie-, Euro-, Europa- und Flüchtlingspolitik unterstützen, bleibt mir zum ersten Male nur übrig, mich denen anzuschließen, die wahrscheinlich wieder das beste Ergebnis von allen erzielen werden: den Nichtwählern", schreibt Henkel in einem Gastbeitrag für "Zeit Online". Von der Wahl der AfD rät er ausdrücklich ab: Nach ihrem Führungs- und Richtungswechsel habe die AfD "Tausende vernünftiger und anständiger Mitglieder verloren", schreibt Henkel.

Mit dem "Öffnen der Schleusen für die Flüchtlinge" im September 2015 durch Bundeskanzlerin Angela Merkel sei die AfD neu erstarkt und der durch den "Exodus der Liberalen" in der Partei frei gewordenen Platz "meist von Rechtsaußen, Verschwörungstheoretikern und anderen teilweise unappetitlichen Neuzugängen aufgefüllt" worden. "So ist die AfD auch für scharfe Kritiker Merkelscher Politik unwählbar geworden", schreibt Henkel. Der heutige Politiker der "Liberal-Konservativen Reformer" (LKR) kritisiert die Euro- und Klimaschutzpolitik der Bundeskanzlerin und wirft Merkel eine Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik vor. Nachdem sie im September 2015 Flüchtlinge vom überfüllten Bahnhof Budapest auch Deutschland geholt hatte, habe sich Merkel "durch Vertreter der deutschen `Elite` deutsche Medien und den Flüchtlingen" selbst feiern lassen. Zu dem Zeitpunkt sei sie sogar als mögliche Friedensnobelpreisträgerin im Gespräch gewesen. "Als sie merkte, dass die Deutschen durch die Bilder von Zehntausenden Flüchtlingen zunehmend verunsichert wurden, machte sie eine Kehrtwende", schreibt Henkel. "Das erinnerte mich an ihre Reaktion auf die Bilder der explodierenden Meiler in Fukushima. Ihre Flüchtlingspolitik von heute hat mit der von 2015 jedenfalls nichts mehr zu tun."

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Kommentare zu "Ex-AfD-Politiker Henkel will nicht wählen gehen"

Insgesamt 4 Kommentare vorhanden


Kommentar von GoldSaver
16.09.2017 14:32 Uhr

Im Grunde hat man ehr nie einen einzigen an der Macht. Zwar in der Theorie, aber in der Praxis haben die anderen Parteien doch immer etwas mitzureden.
Dennoch bin ich der Meinung, das man wählen gehen sollte.
Gerade diejenigen, die nicht wählen, regen sich am Ende am meisten über etwas auf!

Kommentar von moses1972
15.09.2017 19:50 Uhr

Es ist echt schlimm das solche Leute wie der Ex Arbeitgeberpräsident Henkel der AFD nahestehen. Gut das er nicht wählen gehen will. Ich kann es nicht begreifen.

Kommentar von skazchan
15.09.2017 19:44 Uhr

Es gibt kaum alternativen wenn man nicht Merkels Regierung zustimmen möchte. Was nützt es uns so viele verschiedene Parteien zu haben, wenn bei den Wichtigen Themen alle einig sind

Kommentar von Freddie32
15.09.2017 18:33 Uhr

So ganz unrecht hat er leider nicht,es ist ein Einheitsbrei geworden der sich einem unterordnet und nicht wirklich Alternativen zeigt und doch viele kritisch zeigt.