Entwicklungsminister dringt auf Impfstofflieferungen f├╝r Afrika

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Entwicklungsminister dringt auf Impfstofflieferungen f├╝r Afrika

13.07.2021 - 16:37 Uhr

Entwicklungsminister dringt auf Impfstofflieferungen f├╝r Afrika Entwicklungsminister dringt auf Impfstofflieferungen f├╝r Afrika Politik
├╝ber dts Nachrichtenagentur

Bundesentwicklungsminister Gerd M├╝ller (CSU) hat die Industriestaaten aufgefordert, Deutschland zu folgen und ├Ąrmere L├Ąnder mit Impfstoff zu unterst├╝tzen. "Wir m├╝ssen auf jeden Fall verhindern, dass kostbarer Impfstoff aufgrund des Erreichens des Verfallsdatums bei uns vernichtet werden muss", sagte er der "Welt" (Mittwochsausgabe). Die Bundesregierung hat bereits zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Corona-Impfdosen an Entwicklungsl├Ąnder und andere Staaten abzugeben.

M├╝ller kritisierte, dass in Deutschland bereits ├╝ber m├Âgliche Auffrisch-Impfungen diskutiert werde, w├Ąhrend nach seinen Angaben in Afrika weniger als drei Prozent aller Menschen eine Erstimpfung erhalten h├Ątten. "Das aktuelle Ungleichgewicht bei der Verteilung der Impfstoffe weltweit gef├Ąhrdet den Kampf gegen die Pandemie insgesamt", warnte M├╝ller. "In Afrika baut sich jetzt eine dritte Infektionswelle auf, die laut Sch├Ątzungen mehr Opfer fordern wird als die zweite Welle", so der CSU-Politiker. Der FDP-Haushaltspolitiker Otto Fricke begr├╝├čt angesichts der erwarteten neuen Pandemiewelle die Initiative des Entwicklungsministers: Es sei der "richtige Weg", L├Ąndern Impfstoff zur Verf├╝gung zu stellen, der in Deutschland mangels Nachfrage nicht verwendet werden werde und das schnell, sowie m├Âglichst unkompliziert. "Das w├Ąre zumindest ein erster Schritt auch unserer Verantwortung etwa gegen├╝ber Nordafrika in solch einer Frage gerecht zu werden. Nicht global Denkenden k├Ânnte man entgegnen: Es w├╝rde noch nicht einmal zus├Ątzliche Kosten verursachen, da wir die Impfstofflieferungen mit laufenden Unterst├╝tzungsprogrammen verrechnen k├Ânnten", so der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Dabei k├Ânnte man den Einkaufspreis f├╝r Astrazeneca-Impfstoff zugrunde legen, sagte der Liberale.

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