Weiter Ärger um Schröders Engagement bei Rosneft

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Weiter Ärger um Schröders Engagement bei Rosneft

16.08.2017 - 21:27 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Die Union hat dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz vorgeworfen, sich nicht klar genug vom angekündigten Engagement des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder für den russischen Ölkonzern Rosneft zu distanzieren. Die Einlassung von Schulz, Schröders Mitwirken im Aufsichtsrat des Konzerns sei Privatsache, sei Ausdruck von "Führungsschwäche", sagte der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). "Rosneft ist nicht nur ein Unternehmen, es ist vor allem Kernbereich des Machtsystems Putin. Die Mitwirkung eines früheren Bundeskanzlers ist darum alles, nur keine Privatangelegenheit", sagte Röttgen.

Der Kanzlerkandidat könne die SPD vor den Folgen des Fehlverhaltens ihres früheren Bundeskanzlers nur schützen, indem er es klar benenne. "Dass Schulz kneift, ist Ausdruck seiner Führungsschwäche", sagte Röttgen. Auch der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kritisierte die Entscheidung Schröders, zukünftig für Rosneft tätig zu sein. Er sei zwar selbst sehr an guten Beziehungen zu Russland interessiert. Doch mit dem neuen Posten mache Schröder einen Fehler. "Das Ganze hat ein Geschmäckle, weil private wirtschaftliche Interessen und Politik vermischt werden", sagte Seehofer der F.A.Z. Er sei sich sicher, dass Schröders Engagement der SPD schaden werde, sagte der CSU-Vorsitzende. Schröder soll am 29. September, fünf Tage nach der Bundestagswahl, möglicherweise als "unabhängiger Direktor" in den dann elfköpfigen Aufsichtsrat des halbstaatlichen Energiekonzerns Rosneft gewählt werden.

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Kommentare zu "Weiter Ärger um Schröders Engagement bei Rosneft"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von moonraker2005
16.08.2017 21:47 Uhr

Es ist nun mal Wahlkampf da wird alles kritisiert. Viel ehemalige Funktionsträger der UNION arbeiten heute doch auch in der Industrie. Also wo ist den hier das Problem.

Kommentar von moses1972
16.08.2017 21:38 Uhr

Die UNION sollte man die klappe halten. Wie viele CDU und CSU Ex Minister arbeiten Heut in hohen Jobs bei großen Konzernen. Aber das ist ja was anderes.