Wehrbeauftragter gegen neuen Bundeswehr-Sparkurs

Politik Militär


Wehrbeauftragter gegen neuen Bundeswehr-Sparkurs

13.05.2020 - 14:25 Uhr

Wehrbeauftragter gegen neuen Bundeswehr-Sparkurs Wehrbeauftragter gegen neuen Bundeswehr-Sparkurs Politik
über dts Nachrichtenagentur

Der scheidende Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels sieht bis heute schwerwiegende Konsequenzen der Bundeswehrreform von 2011. Wichtigster Parameter sei unter dem Eindruck der Finanzkrise die Schuldenbremse gewesen, sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe). "Ich wünsche der Truppe, dass ihr das nach der Coronakrise nicht noch einmal blüht."

Auch sei die Aussetzung der Wehrpflicht ein Fehler gewesen. "Natürlich musste man etwas ändern, der übrig gebliebene Sechs-Monats-Kurzwehrdienst war unpraktisch, die Zahl der angeblich Untauglichen und der Nicht-Gezogenen absurd hoch." Alternative wäre ähnlich wie in Schweden eine Auswahl-Wehrpflicht gewesen: also weiter alle jungen Leute erfassen und mustern und von den Tauglichen nur diejenigen nach Eignung und Bedarf einziehen, die auch wollen. "Dann hätten wir eine viel breitere Rekrutierungsbasis, und die Bundeswehr könnte aus der ganzen Gesellschaft schöpfen", so der Wehrbeauftragte. Aber es nütze ja nichts: "Jetzt sollten wir erst mal versuchen, das aktuelle Konzept der reinen Freiwilligenarmee zum Erfolg zu bringen."

Facebook Twitter Xing Linkedin

Ähnliche Artikel

Folgende Artikel aus dem Thema Politik könnten Sie auch interessieren


Neuen Kommentar schreiben

Um einen Kommentar schreiben zu können,
müssen Sie angemeldet sein.


Kommentare zu "Wehrbeauftragter gegen neuen Bundeswehr-Sparkurs"

Es sind noch keine Kommentare zu
"Wehrbeauftragter gegen neuen Bundeswehr-Sparkurs"
vorhanden.