Union diskutiert über Obergrenze für Familiennachzug

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Union diskutiert über Obergrenze für Familiennachzug

10.09.2017 - 04:00 Uhr

Union diskutiert über Obergrenze für Familiennachzug Union diskutiert über Obergrenze für Familiennachzug Politik
über dts Nachrichtenagentur

In der Union wird über einen Systemwechsel beim Familiennachzug gesprochen. Armin Schuster, der Obmann der CDU im Innenausschuss des Bundestags, sagte der "Welt am Sonntag": "Was wir letztendlich brauchen, ist ein atmender Richtwert für die gesamte humanitäre Zuwanderung, also für selbst Eingereiste und ihre nachziehenden Familien. Das Land sollte entsprechend seiner Aufnahmefähigkeit in jedem Jahr beschließen, wie viele Schutzsuchende es im kommenden Jahr auf allen Wegen verkraften kann."

Darunter fielen dann die unerlaubt Eingereisten, die regulär über Kontingente Aufgenommenen und die Familiennachzügler. "Wenn wir dann feststellen, dass mehr Schutzsuchende unerlaubt einreisen, als erwartet, muss der Familiennachzug entsprechend gedrosselt werden. Umgekehrt gilt das natürlich auch." Die "weitere Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte auch nach dem kommenden Frühling" könne "nur eine erste Absicherung sein", sagte Schuster. Sein CSU-Kollege Georg Nüßlein, der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, hält die weitere Aussetzung ebenso für "dringend erforderlich". Trotzdem möchte er "nach Deutschland gereiste Männer wieder mit ihren Frauen und Kindern zusammenführen". Im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" sagte er: "Es wäre wesentlich sinnvoller, diese Bürgerkriegsflüchtlinge in UN-betriebene Schutzzentren zurückzubringen, anstatt ihre Angehörigen von dort nach Deutschland. Sie sollen ja schließlich wieder zurückkehren, sobald die Gefechte in ihrer Herkunftsregion beendet sind." Der Zuzug von Familienangehörigen steigt seit Jahren an, von Januar 2015 bis Ende Juni des laufenden Jahres wurden 230.000 entsprechende Visa ausgestellt, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Auswärtige Amt berichtet. Im ersten Halbjahr 2017 waren es demnach rund 60.000, darunter entfielen 25.000 auf Syrer (Iraker: 5.000, Afghanen: 700). Besonders stark ist der Anstieg beim Nachzug zu minderjährigen Flüchtlingen. Auf ihre Familienangehörigen entfielen im ersten Halbjahr 2017 rund 3.800 Visa, wie es aus dem Auswärtigen Amt heißt. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 550.

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Kommentare zu "Union diskutiert über Obergrenze für Familiennachzug"

Insgesamt 4 Kommentare vorhanden


Kommentar von PurpleColumbine
11.09.2017 13:22 Uhr

Das werden sich die Betroffenen aber nicht gefallen lassen. Die Familien sind dort nun einmal sehr groß. Und sie werden auf ihr Recht bestehen. Das ist Fakt.

Kommentar von skazchan
10.09.2017 14:10 Uhr

Ich hörte es gibt immer weniger Kriegsgebiete in Syrien, deshalb würde ich es mehr nachvollziehen können wenn man bereits beginnen würde Menschen wieder in die sicheren Gebiete zurückzuschicken, anstatt immer mehr Menschen aus ihren Heimatländern nach Deutschland zu locken.

Kommentar von Freddie32
10.09.2017 11:30 Uhr

Auf ein Schlag sehe ich es auch kritisch ob dies so einfach zu bewerkstelligen wäre,für mich ist es teils wirklich unverständlich das so viele junge Männer ihre familien in kriegsgebieten alleine lassen,ich könnte es nicht.

Kommentar von Eckhard
10.09.2017 08:13 Uhr

Aber ja muss hier eine Obergrenze gezogen werden. Es kann nicht sein das hier alle möglichen Verwandten bis runter zum 4. oder 5. Grad mit nach Deutschland gezogen werden.