Umfrage: Arbeitnehmer offen für höhere Rentenbeiträge bei besseren Leistungen

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Umfrage: Arbeitnehmer offen für höhere Rentenbeiträge bei besseren Leistungen

20.09.2017 - 01:00 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Knapp zwei Drittel der Arbeitnehmer in Deutschland würden laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa einen höheren Beitragssatz zur Rentenversicherung akzeptieren, wenn sich dafür auch die Rentenleistungen verbessern. Zugleich plädiert eine deutlich Mehrheit der Beschäftigten dafür, bereits jetzt weitere Rentenreformen anzugehen, so ein Ergebnis der Befragung im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ergeben, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch) berichten. Danach erklärten 64 Prozent der befragten Arbeiter und Angestellten, sie seien bereit, bis zum Jahr 2030 jährlich ein Prozent mehr vom Bruttogehalt in die gesetzliche Rente einzuzahlen, wenn damit die Leistungen verbessert und das Rentensystem stabilisiert werden könnte.

Unter den 18- bis 29-Jährigen wären sogar 79 Prozent mit höheren Zahlungen einverstanden, in der Altersgruppe von 45 bis 59 Jahren sind es noch 62 Prozent, bei den Befragten ab 60 Jahren nur noch 50 Prozent. Zugleich sind 63 Prozent der Arbeiter und Angestellten dafür, bereits heute weitere Reformen am Rentensystem anzugehen. Nur 31 Prozent der Befragten erklärten, es sei richtig, wenn bis zum Jahr 2030 keine Änderungen am Rentensystem vorgenommen würden. Besonders ausgeprägt ist der Reformwunsch bei den 18-bis 29-Jährigen - hier plädieren 70 Prozent für Veränderungen. Die größte Reformbereitschaft äußern die Anhänger von FDP (80 Prozent) und AfD (70 Prozent). Von den SPD-Anhängern wünschten sich 67 Prozent rasche Reformen, gefolgt von Grünen (60 Prozent), CDU/CSU (59 Prozent) und der Linken (57 Prozent). Eine große Mehrheit von 77 Prozent plädierte zudem dafür, die Arbeitgeber zu verpflichten, sich insgesamt stärker an den Kosten der Alterssicherung zu beteiligen. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach nannte es "eine gute Nachricht", dass das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung noch da sei - nach vielen Jahren "interessengeleiteter Miesmacherei". Der Gesetzgeber dürfe dieses Vertrauen nicht länger aufs Spiel setzen, sagte Buntenbach den Funke-Zeitungen. Sie bekräftigte Gewerkschaftsforderungen, das Rentenniveau beim aktuellen Stand von 48 Prozent zu stabilisieren und es in einem weiteren Schritt auf etwa 50 Prozent anzuheben. Die Zahlen zeigten, wie wichtig den meisten Menschen die Rentenversicherung sei: "Sie sind durchaus bereit, etwas höhere Beiträge zu zahlen, wenn denn auch die Leistungen stimmen", sagte Buntenbach. Sie warnte, viele Menschen steuerten auf Altersarmut zu und hätten keine Zeit, auf die Ergebnisse einer Rentenkommission zu warten, die die Union einsetzen wolle. CDU und CSU hatten erklärt, bis zum Jahr 2030 gebe es in der Rentenpolitik keine Reformnotwendigkeit; für die Zeit danach will die Union in der kommenden Wahlperiode eine Kommission einsetzen, die Vorschläge für einen parteiübergreifenden Reformkonsens erarbeiten soll. Für die Umfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 11. und 14. September 1.000 Arbeiter und Angestellte befragt.

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Kommentare zu "Umfrage: Arbeitnehmer offen für höhere Rentenbeiträge bei besseren Leistungen"

Insgesamt 4 Kommentare vorhanden


Kommentar von GoldSaver
21.09.2017 01:45 Uhr

Klar, es ist definitiv besser jetzt ein wenig mehr einzuzahlen, wenn dann auch die Rente steigt. Es kommt natürlich auch darauf an, wie viel man meh einzahlen würde und wie viel mehr man dafür an Rente erhalten würde.

Höhere Beiträge muss man sich aber auch leisten können....

Kommentar von skazchan
20.09.2017 19:45 Uhr

Gerade bei jungen Menschen verstehe ich nicht das sie sich so sehr um die Rente kümmern. Niemand weiß was in so ferner Zukunft passiert, jetzt schon für irgendwas zu sparen finde ich hirnrissig. Genießt lieber euer Leben und arbeitet weniger ;)

Kommentar von moonraker2005
20.09.2017 10:39 Uhr

Ich glaube das fast jeder gerne höhere Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen würde wenn man dadurch Anspruch auf bessere leistungen haben würde.

Kommentar von Freddie32
20.09.2017 10:10 Uhr

Es hat alles auch ein für und wider.
Würde arbeitzeiten dann noch mehr steigen?Wie viel würde für menschen übrig bleiben die nichtd as glück besitzen einen beruf zu haben in dem man 4000 euro plus verdient?