Ströbele: Eskalation im "Deutschen Herbst" war nicht zwangsläufig

Politik


Ströbele: Eskalation im "Deutschen Herbst" war nicht zwangsläufig

05.09.2017 - 01:00 Uhr

Ströbele: Eskalation im Deutschen Herbst war nicht zwangsläufig Ströbele: Eskalation im "Deutschen Herbst" war nicht zwangsläufig Politik
über dts Nachrichtenagentur

Der scheidende grüne Bundestagsabgeordnete und ehemalige RAF-Anwalt Hans-Christian Ströbele glaubt, dass sich die Eskalation des "Deutschen Herbstes" hätte verhindern lassen. "Ich war schon der Auffassung, dass man nach der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" andere Wege hätte gehen können, etwa durch Verhandlungen", sagte er der "Berliner Zeitung" (Dienstagsausgabe) anlässlich des 40. Jahrestages. "Und ich habe Bemühungen in diese Richtung unternommen. Ich will da allerdings nicht ins Detail gehen, weil das Mandate betrifft."

Ströbele sieht im Übrigen Parallelen zwischen den staatlichen Reaktionen auf die RAF und den islamistischen Terrorismus. "Damals wurden viele Gesetze gemacht, obwohl der Nutzen für die Fahndung und die Gefahrenabwehr gleich null ist", erklärte er. "Das ist heute genauso. Mit den Gesetzen soll nur der Bevölkerung signalisiert werden: Wir tun was. Das ist eher noch schlimmer geworden", so der Grünen-Politiker. "Etwa bei der Fußfessel. Die Leute denken, die Gefährder würden richtig gefesselt. Dabei kriegen sie nur ein Lederband an einen Fuß und können alles machen, auch morden. Man gaukelt den Leuten Sicherheit vor."

Facebook Twitter Google+ Xing Linkedin

Ähnliche Artikel

Folgende Artikel aus dem Thema Politik könnten Sie auch interessieren

Jetzt kostenlos registrieren !

Verpassen Sie keine aktuellen Neuigkeiten mehr und registrieren Sie sich kostenlos zu unseren Diensten.


Neuen Kommentar schreiben

Um einen Kommentar schreiben zu können,
müssen Sie angemeldet sein.


Kommentare zu "Ströbele: Eskalation im "Deutschen Herbst" war nicht zwangsläufig"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von Freddie32
05.09.2017 04:33 Uhr

Nun dies ist alles nicht einfach,eines steht fest Meinungsfreiheit bedeutet auch meinungen zu akzeptieren die der anderen nicht zustimmend ist und genau das passiert doch auch derweil.

Kommentar von Eric17
05.09.2017 01:05 Uhr

Ich teiel die Ansichten von Ströbele zum Thema neue Gesetzte um Ruhe in der Gesellschaft zu verbreiten. So habe auch ich das Gefühl dass nur fadenscheinig in Form eines Gesetztes etwas unternommen wird, aber real sich nichts ändert.