SPD-Vize Schwesig: Wutbürger nicht überheblich behandeln

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SPD-Vize Schwesig: Wutbürger nicht überheblich behandeln

20.09.2017 - 13:07 Uhr

SPD-Vize Schwesig: Wutbürger nicht überheblich behandeln SPD-Vize Schwesig: Wutbürger nicht überheblich behandeln Politik
über dts Nachrichtenagentur

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) warnt davor, ostdeutschen Wutbürgern arrogant zu begegnen. "Manchmal kommen Westdeutsche und sagen: Die sollen sich mal nicht so haben. Die sollen mal dankbar sein. Aber mit dieser Einstellung komme ich an niemanden ran", sagte Schwesig der "Zeit".

Das bedeute aber nicht, dass sie als Politikerin zu allem "Ja und Amen" sage. Wenn eine Rentnerin ihr erkläre, die Flüchtlinge seien besser gestellt als sie selbst - dann nütze es nichts, ihr zu sagen, dass man so nicht argumentieren dürfe, so die SPD-Politikerin: "Man muss erst mal zuhören, sich für die Argumente öffnen, auch wenn man sie für falsch hält. Nur so kommt man in die Diskussion." Oftmals hätten biografische Brüche in der Nachwendezeit Minderwertigkeitsgefühle ausgelöst, glaubt Schwesig. "Ich weiß von meinen Eltern, dass Entwertungsgefühle nicht nur mit Geld zu tun haben. Es geht ganz einfach um Anerkennung." Auch ihr Vater sei nach 1990 arbeitslos geworden. Das sei ein tiefer Einschnitt für die Familie gewesen.

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Kommentare zu "SPD-Vize Schwesig: Wutbürger nicht überheblich behandeln"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von MrTest
20.09.2017 16:40 Uhr

Leider halten sich viele Politiker aber auch Prominente nicht daran, sondern werten diese Leute eher noch ab was diese dann im Endeffekt noch wütender macht. Vielleicht wäre es ganz gut wenn Promis und Politiker mal eine Zeitlang als normale Bürger leben würden, und es am eigenen Leib erleben wie es mit wenig Geld auszukommen zu müssen.

Kommentar von Freddie32
20.09.2017 14:02 Uhr

Auf keinen fall sollte man Wutbürger oder wie ich sie lieber nenne zu tiefst entäuschte Bürger arrogant von oben behandeln und genau das tun die meisten Politiker und das kann nicht der richtige weg sein.