Rostocker Polizeichef kritisiert DFB scharf für Umgang mit Ultras

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Rostocker Polizeichef kritisiert DFB scharf für Umgang mit Ultras

20.09.2017 - 11:08 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Der Rostocker Polizeidirektor Michael Ebert hat den DFB massiv für dessen Politik gegenüber den Ultra-Fangruppen kritisiert. "Es reicht aus meiner Sicht nicht aus, was der DFB an präventiver Fanarbeit leistet", sagt Ebert der "Zeit". Die zehn Millionen Euro, die der Verband für Fanarbeit an die Vereine der ersten drei Ligen gebe, seien "viel zu wenig".

Es fehlt laut Ebert an "deutlicher, dauerhafter und klarer Positionierung, an glaubwürdigen Vorbildern gegen Gewalt, Intoleranz, Ablehnung und Hass - über das verbale Bekunden hinaus". Der 47-Jährige wehrt sich dagegen, die Verantwortung für die Sicherheit in den Stadien ausschließlich der Polizei zu überlassen: "Verbände und Vereine entziehen sich immer noch zu sehr ihrer höchst ureigenen Verantwortung im Fußballalltag", so Ebert. "Ich bemängele seit Jahren die fehlende professionelle Distanz zwischen Vereinsoffiziellen und denen, die Gewalt ins Stadion tragen." Seine Mitarbeiter seien in Konfliktsituationen oftmals ohnmächtig: "Wir haben mit Menschenmassen zu tun, in manchen Situationen umringen uns mehr als 1.000 Fans. Wir können in diesen hochdynamischen, emotional geladenen und aggressiven Situationen oft nicht zwischen dem einzelnen Gewalttäter und vermeintlich Unbeteiligten differenzieren. Auch weil Unbeteiligte sich nicht entfernen, damit Deckung bieten, sich solidarisieren." Eberts Kritik gilt auch den eigenen Reihen, auch die Polizei habe den Wandel in der Fankultur in Deutschland unterschätzt: "Wir haben in der Gesellschaft den Wandel vom Hooliganismus zur Ultrabewegung nicht umfassend verstanden und nicht richtig darauf reagiert - auch bei der Polizei nicht."

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Kommentare zu "Rostocker Polizeichef kritisiert DFB scharf für Umgang mit Ultras"

Insgesamt 3 Kommentare vorhanden


Kommentar von moses1972
22.09.2017 23:53 Uhr

Es ist schon eine sehr schwierige Sache wie man mit den Ultras in den Vereinen umgehen soll. Ich weiss mir da auch keinen Rat. Stadionverbote helfen da auch nicht wirklich.

Kommentar von stekup
21.09.2017 18:33 Uhr

Ich war letzte Woche zu einem Spiel bei RB Leipzig, da hat mich ehrlich gesagt, die Organisation der Sicherheit mehr als positiv überrascht! Im Stadion war vor, während und nach dem Spiel kein einziger Feuerwerkskörper gezündet worden! Warum geht das in anderen Stadien nicht? Gewalt gibt es sicherlich auch in Leipzig, aber man hat hier schon mal einen Störfaktor ausgeschlossen!

Kommentar von Freddie32
20.09.2017 11:14 Uhr

Das sehe ich ähnlich,Gewaltexzesse hinsichtlich bestimmter Gruppen auch wenn sie Fans sind und millionen ausgeben ist eine sache die nicht gut zu reden sein kann.