Opposition kritisiert Deutschpflicht für ausländische Geistliche

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Opposition kritisiert Deutschpflicht für ausländische Geistliche

08.11.2019 - 00:00 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Religionspolitiker von Grünen, AfD und Linkspartei haben die geplante Deutschpflicht für ausländische Geistliche kritisiert. "Der Kabinettsbeschluss, nach dem ausländische Geistliche künftig Deutschkenntnisse nachweisen müssen, löst das Problem von aus dem Ausland und möglicherweise staatlich beeinflussten Imamen nicht", sagte Konstantin von Notz, Beauftragter der Grünen-Bundestagsfraktion für Religion und Weltanschauungen der "Welt" (Freitagsausgabe). Was es brauche, sei vielmehr "die Förderung von Ausbildungsprogrammen für Imame und islamische Religionsbedienstete in Deutschland", so der Grünen-Politiker weiter.

Kritik äußerte auch Christine Buchholz, religionspolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion: "Statt populistische Forderungen nach Deutschpflichten zu erheben, sollte die Bundesregierung die Energie lieber in eine gleichberechtigte Imamausbildung für Muslime in Deutschland investieren", sagte Buchholz. Der religionspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Volker Münz, sagte, dass der Gesetzentwurf "unzureichend" sei. "Ausländische Geistliche müssen künftig nur hinreichende Sprachkenntnisse nachweisen, was nicht der Integration dient, sondern bestenfalls eine rudimentäre Verständigung ermöglicht", so der AfD-Politiker. Das eigentliche Problem, dass aus Katar oder der Türkei Geistliche kämen und Einfluss nähmen auf Menschen mit türkischen oder arabischen Wurzeln hierzulande, werde "nicht ansatzweise gelöst", sagte Münz. Positiv wertete der für Religionsthemen zuständige Berichterstatter der Unionsfraktion im Bundestag, Christoph de Vries (CDU), den Gesetzentwurf: Er gehe davon aus, "dass viele bislang für eine Beschäftigung in Deutschland infrage kommende Imame aus der Türkei künftig nicht mehr in Deutschland tätig sein werden", sagte de Vries der "Welt". Stattdessen würden türkischstämmige Deutsche hier vermehrt als Imame ausgebildet und in den Moscheegemeinden tätig werden, so der CDU-Politiker weiter.

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