Neuseeland sieht in Freihandelsabkommen keine Gefahr fĂŒr EU-Bauern

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Neuseeland sieht in Freihandelsabkommen keine Gefahr fĂŒr EU-Bauern

25.06.2018 - 14:24 Uhr

Neuseeland sieht in Freihandelsabkommen keine Gefahr fĂŒr EU-Bauern Neuseeland sieht in Freihandelsabkommen keine Gefahr fĂŒr EU-Bauern Wirtschaft
ĂŒber dts Nachrichtenagentur

Der grĂ¶ĂŸte Milchexporteur weltweit, Neuseeland, sieht in seinem geplanten Freihandelsabkommen mit der EU keine Gefahr fĂŒr europĂ€ische Bauern. "Ich bin absolut sicher, dass EU-Milchbauern nicht ihre Betriebe aufgeben mĂŒssten", sagte Handelsminister David Parker der "taz" (Dienstagsausgabe). "Wir haben nur sehr begrenzte Möglichkeiten, unsere Exporte von Milchprodukten zu steigern, weil wir schon jetzt BeschrĂ€nkungen aus UmweltgrĂŒnden haben."

In den vergangenen 20 Jahren habe es ein Problem mit steigenden Nitrat-Emissionen in Umwelt und FlĂŒssen gegeben, so Parker weiter. Eine der grĂ¶ĂŸten Quellen sind die Exkremente der MilchkĂŒhe. Die Regierung in Wellington wolle die Emissionen senken. So hĂ€tten die Behörden beispielsweise am grĂ¶ĂŸten See des Landes, dem Lake Taupo, den Nitrateintrag begrenzt. "Das wirkt wie eine Deckelung der Milchproduktion", sagte Parker. "In den letzten Jahrzehnten wurde in Neuseeland hĂ€ufig erklĂ€rt, dass dort die Milchproduktion nicht mehr ausgebaut werden könne. De facto sehen wir, dass sie doch weiter steigt", sagte Ludwig Börger, Leiter des Referats Milch des Deutschen Bauernverbands, der Zeitung. "Ich rechne damit, dass die neuseelĂ€ndische Produktion weiter zunimmt, wenn der Handel liberalisiert wird", so Börger. Derzeit sei die "Milchleistung" in Neuseeland - also die Milchmenge pro Kuh - vergleichsweise niedrig. Etwa durch mehr Kraftfutter ließe sie sich schnell steigern. Der Pazifikstaat stellt ein Drittel des Welthandels mit Milch, weil die Produktionskosten dort geringer sind als etwa in Europa. Milch- und Molkenpulver, mit dem die Lebensmittelindustrie zum Beispiel FitnessgetrĂ€nke, Babynahrung oder Schokolade herstellt, lassen sich auch ĂŒber weite Strecken transportieren. Bisher importiert die EU wenig Milchprodukte aus Neuseeland, da sie sehr hohe Einfuhrzölle erhebt.

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Kommentare zu "Neuseeland sieht in Freihandelsabkommen keine Gefahr fĂŒr EU-Bauern"

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von GoldSaver
25.06.2018 14:46 Uhr

So wie er es dalegt, sehe ich auch keine Gefahr fĂŒr die Milchbauern in der EuroÀöÀischen Union. Allerdings kann man sich erst ganz sicher sein, wenn es denn soweit ist.