Merkel: Wachstum muss nachhaltig sein

Politik Weltpolitik


Merkel: Wachstum muss nachhaltig sein

02.07.2017 - 10:20 Uhr

Merkel: Wachstum muss nachhaltig sein Merkel: Wachstum muss nachhaltig sein Politik
über dts Nachrichtenagentur

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel geht es beim bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburg "nicht einfach nur um Wachstum, sondern um nachhaltiges Wachstum". In ihrem neuen Video-Podcast erklärte Merkel dazu, die Entwicklung der Welt werde "mit Sicherheit nicht nachhaltig und inklusiv sein, wenn wir es einfach so machen, wie wir es immer gemacht haben". Das G20-Format sei wegen der Finanzkrise entstanden und habe zunächst Regeln für die Finanzmarktprodukte entwickelt.

Später habe man sich dem Gedanken der Gesamtentwicklung weiter geöffnet, erklärte die Bundeskanzlerin. Es gehe darum, aus dem nachhaltigen Wachstum eine "Win-Win-Situation für alle" zu machen. Für Merkel gehörten dazu: "Klimaschutzabkommen, offene Märkte, verbesserte Handelsabkommen, in denen auch Verbraucherschutz, Sozialstandards, Umweltstandards enthalten sind." Das, so die Bundeskanzlerin, müsse sich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Merkel sprach von einer "multipolaren Welt", in der auch Länder wie China oder Indien geostrategische Vorstellungen hätten. Und je stärker die Entwicklung - etwa in China - voranschreite, desto mehr entwickele man auch Konzepte über die eigene Rolle. China wolle Handelswege mit absichern, engagiere sich in verschiedenen UN-Missionen und werde Schritt für Schritt in der Außenpolitik eine stärkere Rolle spielen. "Das, finde ich aber, ist auch in Ordnung", sagte Merkel. "Wir müssen jetzt nur sehen - und dafür bietet G20 natürlich eine ganz gute Voraussetzung -, dass wir auch über diese unterschiedlichen Interessenlagen sprechen und daraus nicht unversöhnliche Kämpfe machen, sondern - jetzt mal ganz einfach gesprochen - zum Wohle der Weltwirtschaft eine wirkliche Win-Win-Situation daraus machen. Und darum geht es in Hamburg." In den Schwellenländern, insbesondere in China und Indien, sei inzwischen das Bewusstsein gewachsen, "dass man sich selber schadet, wenn man den gleichen Entwicklungspfad nehmen würde, den wir genommen haben", sagte Merkel. Es könne "sogar Nutzen und auch technologischen Fortschritt bedeuten", wenn man einen anderen Entwicklungspfad einschlage. Hier gelte es, immer wieder den richtigen Kompromiss zu finden. "Das ist eigentlich die Kunst der internationalen Abmachungen. Und deshalb war ja auch das Pariser Klimaschutzabkommen ein so wichtiger Meilenstein in diesem gegenseitigen Verständnis", erklärte die Bundeskanzlerin. Merkel sagte, sie würde das Entwicklungsressort nicht abschaffen. Außenpolitik betreffe immer die Beziehungen zwischen den Regierungen. Entwicklungspolitik müsse auch die Freiheit haben, eigene Projekte aufzusetzen und dies nicht immer nur mit Harmonie in den politischen Beziehungen zu verbinden. Es gehe um die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren - "jenseits von Regierungen, die vielleicht nicht ihre Zivilgesellschaft so betrachten, wie wir uns das wünschen". Mit Fragen der Entwicklung beschäftigten sich mehrere Ressorts, so die Bundeskanzlerin. Es gebe Überschneidungen, deshalb habe die Bundesregierung immer wieder daran gearbeitet, "eine gemeinsame Afrika-Strategie zu haben, weil nur mehrere Ressorts dazu auch wirklich beitragen können; einer alleine kann das nicht".

Facebook Twitter Google+ Xing Linkedin

Ähnliche Artikel

Folgende Artikel aus dem Thema Politik könnten Sie auch interessieren

Jetzt kostenlos registrieren !

Verpassen Sie keine aktuellen Neuigkeiten mehr und registrieren Sie sich kostenlos zu unseren Diensten.


Neuen Kommentar schreiben

Um einen Kommentar schreiben zu können,
müssen Sie angemeldet sein.


Kommentare zu "Merkel: Wachstum muss nachhaltig sein"

Insgesamt 5 Kommentare vorhanden


Kommentar von GoldSaver
03.07.2017 08:48 Uhr

Das stimmt, aber Nachhaltigkeit kostet nun einmal auch etwas mehr und das wollen die allermeisten nun einmal nicht investieren.
Dann gibt es noch die Generation die sich denkt, was solls, ich lebe eh nur noch max. 30 Jahre, dann kann die Welt in 40 untergehen...

Kommentar von Hildegard
02.07.2017 14:55 Uhr

Neues sagt mir die Frau Merkel jetzt direkt nicht. Auch der Wachstum sollte nachhaltig sein, stimmt Frau Merkel. Auch sollten die Taten darauf folgen und davon hatte man nicht soviel gesehen.

Kommentar von moses1972
02.07.2017 14:18 Uhr

Natürlich sollte Wachstum Nachhaltig sein das stimmt. Aber bei der jetzigen Politik ist leider nur wenig davon zu merken. Es wird er Politik im jetzt gemacht.....leider.

Kommentar von moonraker2005
02.07.2017 10:51 Uhr

Wachstum muss Nachhaltig sein , das stimmt Frau Merkel. Leider ist es aber in Ihrer Politk nur selten so das sie Ihren Worten auch die entsprechenden Taten folgen lassen.

Kommentar von Heisenberg
02.07.2017 10:41 Uhr

Danke für diese Informationen, Frau Merkel. Neues sagt sie mir damit aber nicht. Wird sie auf dem Gipfel konkret oder bleibt es bei einfachen Willenserklärungen?