Mehdorn will dauerhaften Weiterbetrieb von Tegel

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Mehdorn will dauerhaften Weiterbetrieb von Tegel

03.09.2017 - 07:00 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Der ehemalige Chef der Berliner Flughafengesellschaft und von Air Berlin, Hartmut Mehdorn, hat für einen dauerhaften Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel als Business- und Regierungs-Airport plädiert: "Warum wollen sie Tegel schließen?", kritisierte Mehdorn den Schließungsbeschluss des Senats und der Landesregierung in Berlin und Potsdam. "Es gibt keinen rationalen Grund dafür, die Mehrheit in dieser Stadt hat keinen Vorteil davon", sagte Mehdorn der "Welt am Sonntag". Grundsätzlich sei ein profitabler Weiterbetrieb möglich, anders als es die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) behaupte: Der Fraport in Frankfurt mache 60 Prozent seines Gewinns mit Ladenmieten, bei den Pariser Flughäfen seien es 75 Prozent.

Bei Tegel sind es acht Prozent. "Und trotzdem ist dieser Flughafen profitabel, man verdient Geld mit ihm. Das ist doch großartig." Mehdorn war von September 2011 bis Januar 2013 Vorstandschef von Air Berlin und anschließend für knapp zwei Jahre Geschäftsführer der FBB. Der Manager gilt als Kenner der Materie und hält die Offenhaltung des Berliner Stadtflughafens nicht nur juristisch, sondern auch wirtschaftlich für machbar. "Tegel kann man offenhalten. Das geht", so Mehdorn. Hauptgrund für den Weiterbetrieb sei eine absehbare Überlastung des neuen Großflughafens BER im Südosten der Stadt. "Ohne einen zweiten Flughafen in Berlin schaffen wir es nicht, die erwarteten Passagiermassen abzufertigen", sagte Mehdorn der "Welt am Sonntag". Laut Mehdorn würde sich Tegel rechnen, wenn man ihn für Businessflieger und Regierungsmaschinen nutzen würde. Nach seinem Konzept sollte die Flugbereitschaft der Bundesregierung vor Ort bleiben, dann wäre der teure Umzug nach Schönefeld nicht nötig. Hinzu könnten Maschinen zwischen 16 und 30 Tonnen kommen, die im Rahmen eines Flugverbotes von 20 bis 6 Uhr morgens landen und starten und so die Lärmbelastung für die Anwohner erträglich machen sollen. Damit, so Mehdorn, wäre Tegel trotz nötiger Investitionen profitabel zu betreiben. Die FBB beziehungsweise der Berliner Senat rechnen im Falle eines Parallelbetriebs beider Flughäfen in Tegel und Schönefeld mit Zusatzkosten zwischen 100 und 250 Millionen Euro jährlich. Experten halten jedoch eine Gegenfinanzierung dieser Kosten durch höhere Flughafengebühren für möglich. So plädiert Hans-Henning Romberg, früherer Flugplanchef bei der Lufthansa, für einen Ticketzuschlag, ähnlich wie es bei den Stadtflughäfen in London oder Paris gehandhabt wird. "Das wäre auch für Tegel eine Möglichkeit", so Romberg. "Selbst Billigflieger wie Ryanair würden dann eben das billigste Ticket nicht für 9,99, sondern für 19,99 Euro anbieten."

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Kommentare zu "Mehdorn will dauerhaften Weiterbetrieb von Tegel"

Insgesamt 4 Kommentare vorhanden


Kommentar von PurpleColumbine
04.09.2017 08:05 Uhr

Ja, warum soll Tegel schließen. War doch immer ein guter und bewährter Flughafen. Tempelhof hat doch schon vor Jahren geschlossen. Da ist sehr schade gewesen.

Kommentar von Eisblume2386
04.09.2017 06:06 Uhr

Ich bin der Meinung man sollte ihn nicht so einfach aufgeben auch wenn er große Kosten verursacht aber das zu entscheiden liegt leider nicht in meinem Ermessen.

Kommentar von Freddie32
03.09.2017 21:25 Uhr

Tegel ist natürlich nach wie vor ein wichtiger Flughafen für berlin und es würde erst einmal wichtig sein diesen weiter zu erhalten auch wirtschaftlich gesehen.

Kommentar von moonraker2005
03.09.2017 10:10 Uhr

Herr Mehdorn hat in verschiedenen Positionen so viel Mist gemacht das er kaum dazu prädesziniert ist eine Aussage zu Tegel zu machen. Das ist einfach lächerlich.