Künstler Metzel kritisiert Bundeskulturstiftung in Türkei-Debatte

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Künstler Metzel kritisiert Bundeskulturstiftung in Türkei-Debatte

06.09.2017 - 12:12 Uhr

Künstler Metzel kritisiert Bundeskulturstiftung in Türkei-Debatte Künstler Metzel kritisiert Bundeskulturstiftung in Türkei-Debatte Kultur/Medien
über dts Nachrichtenagentur

Der renommierte Bildhauer Olaf Metzel hat die Bundeskulturstiftung heftig angegriffen, weil sie nicht die Biennale in Istanbul unterstütze. "Gerade in so einer Krise wie jetzt ist es doch wichtig, dass wir weiter aufeinander zugehen. Was aber macht die deutsche Kulturpolitik? Sie boykottiert die Biennale", sagte Metzel der "Zeit".

Diese Art von Verweigerung sei absurd. "Die Bundeskulturstiftung, die sonst alles Mögliche finanziert, glänzt dadurch, dass sie kein Geld gibt, anders als zum Beispiel die Belgier oder die Österreicher." Metzel gehört zu den eingeladenen Künstlern der umstrittenen Istanbul Biennale, die kommende Woche beginnt. Einen Boykott der Ausstellung aus politischen Gründen, wie ihn manche Künstler fordern, lehnt Metzel ab. "Kunst hat mit Moral nichts zu tun, Kunst hat mit Demokratie nichts zu tun", sagte der Bildhauer. "Was ist das denn für eine Kunst, die unbedingt politisch korrekt sein will?", fragte er weiter. "Das ist diese Art von Ethno-Kitsch, gemischt mit Jugend-forscht-Basteleien, wie man sie jetzt auf der Documenta sieht." Für ihn sei guter Wille das Gegenteil von guter Kunst.

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Kommentare zu "Künstler Metzel kritisiert Bundeskulturstiftung in Türkei-Debatte"

Insgesamt 5 Kommentare vorhanden


Kommentar von Eric17
14.09.2017 01:27 Uhr

Da hat der Bildhauer Olaf Metzel wohl recht. Auch Ich finde, dasss man in dieser schweren Zeit Solidarität mit der Kunst aus anderen Ländern zeigen muss, dazu gehört wohl auch der Zuschuss von Geldern.

Kommentar von moonraker2005
10.09.2017 09:29 Uhr

Kritik an allem und jenem sind in Deutschland so populär wie noch nie. Mir geht das ewige kritisieren so langsam echt auf den Geist. Wir sollten mal wieder gelassener werden.

Kommentar von GoldSaver
07.09.2017 06:56 Uhr

Klar, Kunst und Politik sind zwei paar Handschuhe, aber wenn man nicht konsequent gegen ALLES dort vorgeht, dann wird erdogan es nie begreifen. (Falls er es überhaupt je begreift).

Kommentar von Freddie32
06.09.2017 18:26 Uhr

Diese art von Kunstwerk bauten sind natürlich eine wichtige kulturelle ebene und genau da sollte man es doch besser trennen können andererseits nach diversen problemen mit erdogan sollten wohl auch mal Konsequenzen herrschen.

Kommentar von Spongebob
06.09.2017 15:01 Uhr

Da kann man den Künstler Metzel jetzt argwonisch entgegen treten und sagen, dass genau korreckt gehandelt wird, weil man so Farbe bekennt und zu verstehen gibt, dass man nicht in Ordnung findet was in der Türkei abgeht. Aber andererseits ist dem Künstler in einem Recht zu geben. Kunst schert sich tatsächlich nicht gezwungerweise um politische Korektnis. Und wenn dann müsste man konsequenter sein. Die Bundeskulturstiftung finanziert auch andere fragwürdige Dinge. Scheint fast so als sei man hier bei der Türkeidebatte konsequenter weil Fokus medial zur Zeit im Fokus steht.