Kriminalbeamte sehen Arbeit der Nachrichtendienste gef├Ąhrdet

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Kriminalbeamte sehen Arbeit der Nachrichtendienste gef├Ąhrdet

09.09.2018 - 07:00 Uhr

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├╝ber dts Nachrichtenagentur

Der Vize-Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, hat vor den Folgen der Debatte um die umstrittenen ├äu├čerungen von Verfassungsschutz-Pr├Ąsident Hans-Georg Maa├čen zu den Ausschreitungen in Chemnitz gewarnt. "Hier entz├╝ndet sich gerade eine politische Diskussion um den Pr├Ąsidenten, die auf die gute Arbeit der Nachrichtendienste auszustrahlen droht. Davor sollten wir uns h├╝ten", sagte Fiedler dem "Handelsblatt".

Angesichts solcher Debatten d├╝rfe nicht vergessen werden, "dass sowohl das Bundesamt f├╝r Verfassungsschutz als auch die Landes├Ąmter wichtige Arbeit f├╝r unsere Sicherheit leisten und schon viel Schaden von uns abgewendet haben". Mit Blick auf die Vorw├╝rfe gegen Maa├čen, der die Authentizit├Ąt eines Videos von einem ├ťbergriff auf Ausl├Ąnder in Chemnitz angezweifelt hatte, sagte Fiedler, die Frage nach der Echtheit des Videos m├╝sse aufgekl├Ąrt werden, er k├Ânne sie nicht beurteilen. "Ich kann nur ganz grunds├Ątzlich sagen, dass ich von Herrn Dr. Maa├čen stets den Eindruck hatte, dass er sich mit gro├čem Herzblut und ├Ąu├čerst professionell f├╝r den Schutz der Bev├Âlkerung sowie der Wirtschaft engagiert hat." Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach teilt die Sorge der Kriminalbeamten-Gewerkschaft. "Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Bedenken von Herrn Fiedler ernst nehmen", sagte der fr├╝here Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses dem "Handelsblatt". "Ich hoffe inst├Ąndig, dass sich das Bundesamt m├Âglichst rasch wieder mit ganzer Kraft seinen eigentlichen Aufgaben widmen kann und sich nicht l├Ąnger fragen muss: Hat der Chef noch das Vertrauen der Regierung oder nicht?" Bosbach kennt Maa├čen, wie er sagte, seit knapp 20 Jahren. In dieser Zeit habe er ihn als "besonders engagiert und hochkompetent" kennengelernt. Er habe zwar "gelegentlich seinen eigenen Kopf und sagt, was Sache ist, ohne sich vorher bei allen m├Âglichen Instanzen zu vergewissern, ob er das auch sagen darf". Aber das sei ihm "nicht unsympathisch", so Bosbach.

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