KMK-Präsidentin empfiehlt auch für nächstes Schuljahr Fernunterricht

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KMK-Präsidentin empfiehlt auch für nächstes Schuljahr Fernunterricht

12.05.2020 - 06:01 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), empfiehlt den Lehrern, auch zum Start des nächsten Schuljahres Fernunterricht in ihre Unterrichtsplanung einzukalkulieren. "Es wäre klug", wenn sich Lehrer während der Ferien auch darüber Gedanken machen, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin in der Sendung "Frühstart" der RTL/n-tv-Redaktion. Zugleich müssten sie sich im Sommer aber auch erholen.

Ob es weiter viel Fernunterricht gebe oder regulärer Schulbetrieb möglich werde, wollte die SPD-Politikerin nicht einschätzen. "Wir können im Moment nicht seriös sagen, wie der Unterricht nach den Ferien aussieht, weil das ganz maßgeblich davon abhängt, ob die Infektionszahlen weiterhin so stabil bleiben und ob die Abstandsregeln mit 1,50 Meter weiter gelten", so Hubig. Die Kultusministerkonferenz plane für beide Szenarien. Für einen entzerrten Unterricht kämen im neuen Schuljahr neue Herausforderungen auch auf die Schulbusse zu. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin kündigte an, wegen einer Ausweitung der Schulbusfahrten auf die zuständigen Landkreise zuzugehen. "Ich denke, man muss auch diese Dinge perspektivisch besprechen", so die KMK-Präsidentin weiter. Sie glaube nicht, dass im kommenden Schuljahr so viel Lernstoff nachgeholt werden müsse, dass es für die Schüler unverhältnismäßig anstrengend werde. "Ich denke, die Lücke wird nicht so groß sein, dass es ein hartes Schuljahr wird. Aber es wird sicher kein Schuljahr, wie es das dann vorletzte war", sagte Hubig in der Sendung "Frühstart" der RTL/n-tv-Redaktion. Sie sehe außerdem, dass Schüler im Fernunterricht "auch viele Dinge lernen und anders lernen." Dennoch sei die Öffnung der Schulen jetzt auch deshalb wichtig, weil es Schüler gebe, die von den Lehrkräften zu Hause kaum erreichbar seien. Lehrer, Schulsozialdienst und Jugendämter seien zwar "sehr engagiert", um Kontakte wiederherzustellen. Mit den Öffnungen zeige man aber: "Die Schulpflicht, die ohnehin besteht, muss jetzt auch wieder in der Schule wahrgenommen werden", so die rheinland-pfälzische Bildungsministerin.

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