Italiens Finanzminister will Arbeitslosenversicherung für Eurozone

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Italiens Finanzminister will Arbeitslosenversicherung für Eurozone

14.09.2017 - 15:41 Uhr

Italiens Finanzminister will Arbeitslosenversicherung für Eurozone Italiens Finanzminister will Arbeitslosenversicherung für Eurozone Wirtschaft
über dts Nachrichtenagentur

Die Staaten der Eurozone sollten nach Ansicht des italienischen Finanzministers Pier Carlo Padoan eine gemeinsame Institution zur Zahlung von Arbeitslosengeld und zur Schaffung von Arbeitsplätzen gründen, um dem wachsenden Einfluss antieuropäischer Rechtspopulisten zu begegnen. Andernfalls drohe eine Anti-Euro-Mehrheit in Italien, sagte er laut "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe) dem Journalistenteam "Investigate Europe". Ein solcher Mechanismus sei für die Eurozone zwingend notwendig, so der Minister weiter.

Eine Arbeitslosenversicherung finanziert mit Beiträgen aus allen Mitgliedsländern über die Staatengrenzen hinweg wäre zwar "ein Transfersystem", gibt Padoan zu, aber das wäre "zeitlich begrenzt" auf Krisenperioden und "nicht permanent". Sein deutscher Kollege Wolfgang Schäuble sei zwar "streng dagegen, weil die deutschen Wähler sagen, warum sollen wir unser Geld den faulen Italienern oder Griechen geben". Aber zur Währungsunion gehöre beides: "Minderung der (nationalen) Risiken und die Teilung des Risikos" im Krisenfall. Zum Abbau des Krisenrisikos habe Italien seinen Beitrag geleistet, versicherte Padoan und verwies auf die 2015 beschlossene Reform des Arbeitsrechts. Aber sie seien nicht ausreichend. Die Regierungen der Eurozone müssten jetzt demonstrieren, "dass die Währungsunion genauso für die Jobs sorgt wie für die Banken", forderte Padoan. "Dafür müssen wir konkrete Maßnahmen beschließen, und das muss schneller geschehen."

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Kommentare zu "Italiens Finanzminister will Arbeitslosenversicherung für Eurozone"

Insgesamt 5 Kommentare vorhanden


Kommentar von Holly003120
14.09.2017 19:02 Uhr

Italiener denken von sich , sie sind cool und clever.
Gerissen und keiner merkt was.
Diese Aussage spricht Bände und bestätigt meine jahrenlangen Beobachtungen zum ladesspezif. Verhalten.

Kommentar von Freddie32
14.09.2017 18:09 Uhr

Einerseits vielleicht keine schlechte idee aber wie werden die auswirkungen des ganzen sein,wird das bezahlbar sein auch in hinsicht der asylflut wo viele jahrelang nicht arbeiten werden.

Kommentar von moonraker2005
14.09.2017 17:45 Uhr

Gute Idde, aber wie soll das finanziert werden? Ich denke da muss man noch viel überlegen und verhandeln. Ich bin mal gespannt ob das irgendwann kommt.

Kommentar von skazchan
14.09.2017 17:12 Uhr

Wie hoch wollen sie den die Arbeiter noch versteuern, den ich gehe davon aus das diese es wieder bezahlen sollen. Wenn es so weiter geht, macht Arbeiten immer weniger Sinn bei der höhe von Steuern ...

Kommentar von moses1972
14.09.2017 16:17 Uhr

Im Prinzip ist eine Eurozonenweite Arbeitslosenversicherung eine gute Idee. Jetzt kommt es nur noch darauf an wer und wie diese Arbeitslosenversicherung finanziert wird.