Infratest: Rennen zwischen CDU und SPD in NRW weiter offen

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Infratest: Rennen zwischen CDU und SPD in NRW weiter offen

24.04.2022 - 14:30 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

In NRW liefern sich CDU und SPD drei Wochen vor der Landtagswahl weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Wählergunst. Laut einer Umfrage von Infratest im Auftrag des WDR kommt die CDU aktuell wie vor drei Wochen auf 31 Prozent, die SPD unverändert auf 30 Prozent. Die Grünen könnten leicht zulegen und wären mit 16 Prozent (+1) weiter klar drittstärkste Kraft.

Die FDP als aktuell kleiner Koalitionspartner käme unverändert auf acht, die AfD auf sieben Prozent. Die Linke würde an Boden einbüßen und mit drei Prozent (-1) die Rückkehr ins Düsseldorfer Parlament verpassen. Die sonstigen Parteien kämen zusammen auf fünf Prozent.

Für eine Neuauflage des aktuellen schwarz-gelben Regierungsbündnisses würde es bei diesem Ausgang nicht reichen. Rechnerisch möglich wäre neben einer CDU-geführten Großen Koalition auch knapp ein schwarz-grünes Bündnis sowie ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und FDP. Die SPD wiederum könnte wie im Bund eine Ampelkoalition mit Grünen und FDP bilden.

Für Rot-Grün würde es knapp nicht reichen. Bewegungen sind bis zum 15. Mai weiterhin möglich: Ein Fünftel der Wahlberechtigten (21 Prozent) will eine Änderung seiner momentanen Parteipräferenz bis zum Wahltag nicht ausschließen. Für gut die Hälfte der Wahlberechtigten (56 Prozent) steht die Wahlentscheidung nach eigenen Angaben bereits fest. <P>Etwa ein Viertel der Wahlberechtigten (23 Prozent) tendiert nach jetzigem Stand zur Nichtwahl bzw. lässt bislang keine Neigung zu einer Partei erkennen. In der Direktwahlfrage liegt Amtsinhaber Hendrik Wüst (CDU) weiter vor seinem SPD-Herausforderer Thomas Kutschaty, der allerdings weiter Boden gut machen kann. Wenn die Wahlberechtigten den Regierungschef von Nordrhein-Westfalen direkt wählen könnten, würden sich aktuell 41 Prozent für Wüst entscheiden (+1 im Vergleich zur Umfrage Anfang April), 32 Prozent (+5) für Kutschaty.

Ein gutes Viertel (27 Prozent, -6) kann oder möchte sich für keinen der beiden Kandidaten entscheiden. Aus der Bewertung der schwarz-gelben Regierungsarbeit kann Wüst eher wenig Nutzen ziehen. Die Leistungen des Düsseldorfer Kabinetts treffen im Bundesland unverändert auf ein nur geteiltes Echo.

Die Hälfte (48 Prozent, -2) äußert sich positiv, etwa ebenso viele (49 Prozent, +3) gelangen zu einem kritischen Urteil. Betrachtet man verschiedene Koalitionsoptionen, würden die Nordrhein-Westfalen laut Umfrage ein Regierungsbündnis aus SPD und Grünen bevorzugen. Für 41 Prozent der Befragten wäre Rot-Grün eine gute Landesregierung (+2 im Vergleich zu Mai 2017).

Eine schwarz-gelbe Koalition bewerten dagegen nur 33 Prozent positiv, deutlich weniger als vor der Wahl 2017 (-13). Eine Große Koalition aus CDU und SPD findet Rückhalt bei 31 Prozent, eine Ampel bei 30 Prozent (-2). Schwarz-Grün bewerten 28 Prozent (+5) als positiv, ein Jamaika-Bündnis 26 Prozent (-5).

Die Umfrage wurde vom 19. bis 21. März 2022 im Auftrag des WDR-Magazins "Westpol" durchgeführt. Befragt wurden 1.164 Wahlberechtigte - sowohl telefonisch (759) als auch online (405).

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