Immer mehr heimliche Polizei-Fahndungen in Europa

Politik Kriminalität Terrorismus


Immer mehr heimliche Polizei-Fahndungen in Europa

24.02.2018 - 10:00 Uhr

Immer mehr heimliche Polizei-Fahndungen in Europa Immer mehr heimliche Polizei-Fahndungen in Europa Politik
über dts Nachrichtenagentur

Die Zahl der europaweiten Fahndungen ist in den vergangenen zwei Jahren um nahezu die Hälfte gestiegen. Während im Schengener Informationssystem (SIS) am 1. Oktober 2016 gut 89.000 Personen zur "verdeckten oder gezielten Kontrolle" ausgeschrieben waren, verzeichnete SIS am 1. Januar 2018 mehr als 129.000 zu kontrollierende Personen. Das steht in der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Linkspartei, über die der "Spiegel" berichtet.

Das SIS beruht auf den Polizeidatenbanken von knapp 30 Staaten in Europa. Jedes Land kann eine Person zur verdeckten Fahndung ausschreiben. Wenn diese in einem anderen Land auftaucht, wird die ausschreibende Behörde informiert, ohne dass der Betroffene unterrichtet werden muss. Der Linken-Abgeordnete Andrej Hunko ist besorgt: "Mit dem Phänomen des islamistischen Terrorismus allein sind die gestiegenen Ausschreibungen nicht zu erklären. Europol meldet eine vierstellige Zahl ausländischer Kämpfer, die in 2017 hinzugekommenen Ausschreibungen betragen aber in etwa das Achtfache." Es müsse geklärt werden, warum immer Menschen heimlich verfolgt würden, so Hunko.

Facebook Twitter Google+ Xing Linkedin

Ähnliche Artikel

Folgende Artikel aus dem Thema Politik könnten Sie auch interessieren

Jetzt kostenlos registrieren !

Verpassen Sie keine aktuellen Neuigkeiten mehr und registrieren Sie sich kostenlos zu unseren Diensten.


Neuen Kommentar schreiben

Um einen Kommentar schreiben zu können,
müssen Sie angemeldet sein.


Kommentare zu "Immer mehr heimliche Polizei-Fahndungen in Europa"

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von GoldSaver
24.02.2018 21:45 Uhr

Tja, vielleicht hat die heimliche Verfolgung einfach bessere Erfolge gezeigt. Oder sind etwa die heimlichen Verfolgungen mehr geworden und die normalen Fahndungen genauso hoch geblieben?

Das wäre dann nur damit zu erklären, das die Menschen sich verändern...