IG-Metall-Chef hält nichts von Forderungen nach SUV-Verbot

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IG-Metall-Chef hält nichts von Forderungen nach SUV-Verbot

19.09.2019 - 14:30 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hält nichts von Forderungen nach einem SUV-Verbot in Deutschland. "Das geht am Thema vorbei, entscheidend ist die CO2-Reduktion", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagsausgaben). "Wir könnten viel in diese Richtung erreichen, wenn die Kfz-Steuer umgebaut würde und Fahrer schwerer Fahrzeuge mit Verbrenner einen stärkeren finanziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten müssten."

Auf die Frage, ob Porsche fahren weiter möglich bleiben sollte, antwortete Hofmann: "Wenn der Porsche ein Elektro-Porsche ist – warum nicht?" Mobilität sei ein Freiheitsgewinn, der nicht zurückgedreht werden sollte. "Wir brauchen nicht Verzicht, wir brauchen mehr Alternativen", so der IG-Metall-Vorsitzende. "Wir sollten lieber fragen, wie wir gegen ein weiter wachsendes Verkehrsaufkommen ankommen." Die Politik könne durch Umsteuern auf Öffentlichen Nahverkehr, auf Car-Sharing und alternative Logistik-Konzept dafür einiges tun. Linken-Chefin Katja Kipping forderte hingegen, die "Absetzbarkeit von Spritfressern" als Dienstwagen zu begrenzen. "Es gibt keinen Grund, warum Ärzte und Notare mit Geländewagen zur Arbeit fahren müssen", sagte Kipping dem RND zur Debatte über SUV in Innenstädten und Klimaschutz im Verkehr. "Wer sein Auto als Dienstwagen von der Steuer absetzen möchte, sollte sich für ein ökologisch verträgliches Modell entscheiden. Die Absetzbarkeit von übermotorisierten Fahrzeugen als Dienstwagen muss abgeschafft werden", so die Linken-Politikerin. Gerade die viel diskutierten "City-Panzer" seien in der Mehrzahl Firmenwagen, je nach Modell bis zu über 90 Prozent der Neuzulassungen, sagte Kipping. "Hier trifft auch eine CO2-Steuer nicht wirklich, weil die Spritkosten voll von der Steuer abgesetzt werden. Will man diese überflüssigen Gefährte aus den Innenstädten verbannen, ist die steuerliche Absetzbarkeit von Dienstwagen der sauberste Ansatzpunkt. Das lässt sich problemlos über Grenzwerte für den Hubraum oder den absoluten CO2-Ausstoß regeln", schlug Kipping vor.

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