Heil prüft Alternative zu Mütterrenten-Modell aus Koalitionsvertrag

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Heil prüft Alternative zu Mütterrenten-Modell aus Koalitionsvertrag

18.04.2018 - 13:05 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) lässt offenbar ein Alternativmodell zur Ausweitung der Mütterrente prüfen, welches deutlich von den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag abweicht. Das berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagsausgaben) unter Berufung auf Koalitionskreise. Demnach könnten Frauen für vor 1992 geborene Kinder jeweils nur einen halben und nicht wie bislang geplant einen ganzen Rentenpunkt zuerkannt bekommen.

Dafür würden jedoch alle Frauen mit Kindern dieser Jahrgänge von der geplanten Ausweitung der Mütterrente profitieren. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, dass lediglich Mütter mit drei oder mehr vor 1992 geborenen Kindern pro Kind einen ganzen Rentenpunkt anerkannt bekommen sollen. "Wir prüfen mehrere Varianten", sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums dem RND. Das Alternativ-Modell mit zusätzlich einem halben Rentenpunkt pro Kind für die bundesweit rund 9,5 Millionen Mütter, die vor 1992 Kinder zur Welt gebracht haben, würde den Angaben zufolge zu jährlichen Mehrausgaben von rund 3,65 Milliarden Euro führen. Damit wäre diese Lösung etwa genauso teuer wie die im Koalitionsvertrag vereinbarte Lösung, heißt es in Koalitionskreisen. Ein Abweichen von den Verabredungen im Koalitionsvertrag wäre äußerst ungewöhnlich. Hintergrund der Überlegungen seien verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Lösung, die Frauen mit weniger als drei Kindern benachteilige, heißt es in Koalitionskreisen. Außerdem habe die Chefin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, bei einem Treffen mit Unionspolitikern in dieser Woche erklärt, die Umsetzung eines Modells, welches eine Rentenerhöhung nur für Mütter mit drei oder mehr Kindern vorsehe, sei "administrativ schwierig".

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Kommentare zu "Heil prüft Alternative zu Mütterrenten-Modell aus Koalitionsvertrag"

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von giselle1506
18.04.2018 14:23 Uhr

Ich denke auch, dass es sehr ungerecht wäre gegenüber denen, die nur ein Kind zur Welt gebracht haben. Im Grunde würden doch die Mütter zu Gebärmaschinen, nur um mehr Rentenpunkte zu bekommen. Mir scheint eh, dass es auch Mütter gibt, die sich mit Geburten retten, nur um nicht arbeiten zu müssen. Sollten natürlich die Ausnahmen sein.