HandwerksprÀsident rechnet mit steigenden SozialbeitrÀgen

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HandwerksprÀsident rechnet mit steigenden SozialbeitrÀgen

27.11.2021 - 01:01 Uhr

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ĂŒber dts Nachrichtenagentur

HandwerksprĂ€sident Hans Peter Wollseifer rechnet mit steigenden SozialbeitrĂ€gen fĂŒr Betriebe und 5,6 Millionen BeschĂ€ftigten. "Ich rechne damit, dass es zu Beitragserhöhungen kommen wird bei Rente und Gesundheit. Das trifft dann vor allem beschĂ€ftigungsintensive Bereiche wie etwa das Handwerk", sagte er der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Samstagausgabe).

Die Deckelung der SozialbeitrĂ€ge bei 40 Prozent des Bruttolohns, die noch bis zum Jahresende gilt, sei fĂŒr die Betriebe "ganz entscheidend", sagte er. "Es macht uns große Sorge, wenn die Ampel-Koalition das nicht mehr zusagt", so Wollseifer mit Blick auf den Koalitionsvertrag von SPD, GrĂŒnen und FDP. Der HandwerksprĂ€sident bedauerte, "dass der Reformwille nicht gereicht hat fĂŒr die sozialen Sicherungssysteme und deren zukunftssichere Finanzierung".

Die Sozialsysteme befĂ€nden sich in einem prekĂ€ren Zustand und wĂŒrden mit der alternden Gesellschaft an ihre Belastungsgrenze kommen. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks habe eine "echte Sozialversicherungsreform mit ganz grundsĂ€tzlichen und generationengerechten StrukturĂ€nderungen" gefordert. Der HandwerksprĂ€sident begrĂŒĂŸt allerdings, dass die Ampel-Koalition die berufliche Bildung stĂ€rker fördern will.

"Die Ampel-Parteien haben offenbar erkannt, dass es fĂŒr ihre ambitionierten Klimaziele und die Modernisierung des Landes beruflich qualifizierte FachkrĂ€fte braucht, die all das auch handwerklich umsetzen. Dass die berufliche Bildung besser gefördert werden soll, unterstĂŒtzen wir ausdrĂŒcklich", so Wollseifer. Eine dazu geplante Ausbildungsgarantie lehnte er allerdings ab. <P>"Die Ausbildungsgarantie setzt am falschen Punkt an. Wir können seit vielen Jahren im Schnitt etwa 20.000 von unseren Betrieben angebotene AusbildungsplĂ€tze im Handwerk nicht besetzen, weil es zu wenig Bewerberinnen und Bewerber gibt. Da muss man ansetzen", forderte Wollseifer.

Er habe den Eindruck, die Ausbildungsgarantie sei noch nicht zu Ende gedacht. "Insbesondere bei schulisch und nicht betrieblich Ausgebildeten gibt es heute schon große Probleme, sie in einer BeschĂ€ftigung in einem Betrieb unterzubringen. Der richtige Ausbildungsort ist der Betrieb. Deshalb muss es darum gehen, Ausbildungsbetriebe zu stĂ€rken und zu entlasten und ihre große Ausbildungsleistung wertzuschĂ€tzen", forderte der HandwerksprĂ€sident.

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