Grundsteuer: Niedersachsen will bevorzugt Fl├Ąchen ber├╝cksichtigen

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Grundsteuer: Niedersachsen will bevorzugt Fl├Ąchen ber├╝cksichtigen

30.06.2020 - 05:02 Uhr

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├╝ber dts Nachrichtenagentur

Das Bundesland Niedersachsen will bei der k├╝nftigen Berechnung der Grundsteuer vornehmlich die Fl├Ąchen von Immobilien einbeziehen. Das geht aus einem Gesetzentwurf des nieders├Ąchsischen Finanzministeriums hervor, ├╝ber den die "Welt" berichtet. Grunds├Ątzlich soll demnach zwar auch die Lage eines Grundst├╝cks eine Rolle spielen.

Doch dieser Lage-Faktor habe in der Gesamtrechnung nur einen geringen Anteil, wie die "Welt" berichtet. Aus den einzelnen Regeln des Gesetzes gehe hervor, dass die Lage eines Grundst├╝cks nur mit einem Faktor von 0,02 ber├╝cksichtigt werden soll, die Fl├Ąche von Grundst├╝ck und Geb├Ąude dagegen mit 0,4 - also dem 20-Fachen. Zudem w├╝rden die Lagen nur relativ grob definiert und in vielen Gemeinden nur wenig differenziert. Weite Gebiete w├╝rden voraussichtlich zusammengelegt. Top-Grundst├╝cke w├╝rden dann ├Ąhnlich bewertet wie ebenfalls zentral gelegene Immobilien, die sich aber eher in B-Lage befinden, berichtet die "Welt". Zus├Ątzlich zu Grundst├╝cksfl├Ąchen sollten die Geb├Ąudefl├Ąchen in die Steuerrechnung einbezogen werden. Niedersachsen will ├Ąhnlich wie Bayern und Hessen bei der k├╝nftigen Besteuerung von Geb├Ąuden und Grundst├╝cken vom Bundesmodell abweichen und begr├╝ndet das mit einem geringeren B├╝rokratieaufwand: Mit der Ber├╝cksichtigung von lediglich Boden- und Geb├Ąudefl├Ąche sowie einem einfachen Lagefaktor werde "eine erhebliche Reduzierung des B├╝rokratie- und Personalaufwands, eine bessere Nachvollziehbarkeit und der Verzicht auf regelm├Ą├čig erforderliche neue Hauptfeststellungen f├╝r s├Ąmtliche Grundst├╝cke des Grundverm├Âgens angestrebt", hei├čt es in dem Entwurf. Das Bundesverfassungsgericht hatte im April 2018 die jetzigen Grundsteuerregeln f├╝r verfassungswidrig erkl├Ąrt und im Falle einer Neuauflage auch eine Ber├╝cksichtigung des Werts einer Immobilie durch den Gesetzgeber gefordert. In einem f├╝r das gesamte Bundesgebiet vorgesehene Modell aus dem Bundesfinanzministerium ist das auch der Fall. Dort flie├čen der Bodenwert, eine statistisch ermittelte Nettokaltmiete, die Grundst├╝cksfl├Ąche, die Immobilienart und das Baualter in die Berechnung ein. Allerdings k├Ânnen die L├Ąnder aufgrund einer ├ľffnungsklausel im betreffenden Gesetz eigene Regeln aufstellen. Bis Ende dieses Jahres m├╝ssen die L├Ąnder entweder eigene Gesetze beschlossen oder das Bundesmodell ├╝bernommen haben. Bis 2025 ist dann Zeit f├╝r die Umsetzung der neuen Regeln. Rund 35 Millionen Grundst├╝cke m├╝ssen neu bewertet werden. In Niedersachsen sind es rund 3,5 Millionen Grundst├╝cke.

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