Grüne und FDP fordern Quote für synthetische Kraftstoffe beim Fliegen

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Grüne und FDP fordern Quote für synthetische Kraftstoffe beim Fliegen

12.11.2019 - 01:00 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Die Grünen und die FDP drängen auf eine stärke Nutzung von umweltfreundlichem Kerosin einsetzen. Die beiden Oppositionsparteien im Bundestag fordern dazu eine verbindliche Quote für Fluggesellschaften zur Nutzung sogenannter E-Fuels. Dabei handelt es sich um synthetische Kraftstoffe, die aus Wasser, Kohlenstoffdioxid und Strom hergestellt werden.

"Statt immer neuer Absichtserklärungen der Airlines brauchen wir jetzt verbindliche Vorgaben für den Einsatz von E-Fuels, zum Beispiel durch Beimischungsquoten", sagte Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik der Grünen, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Die Bundesregierung sei laut Kühn gefordert, ökologische Standards für die Produktion von E-Fuels festzulegen und dabei die Nutzung von zusätzlichem Ökostrom vorzuschreiben. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte den Funke-Zeitungen: "Die Quote ist ein interessanter Vorschlag, um die Entwicklung von strombasiertem Kerosin zu unterstützen." Im Rahmen des Klimaschutzprogrammes werde dieses Instrument geprüft. Der FDP geht das aber nicht schnell genug: "Nach den Ankündigungen von Minister Scheuer, mehr für synthetische Kraftstoffe zu tun, lässt er mal wieder keine Taten folgen. Stattdessen beschließt die Bundesregierung den Luftverkehr weiter zu besteuern und damit wichtige Investitionsmittel zu blockieren", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrsexperte Bernd Reuther den Funke-Zeitungen. Die FDP wolle über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich 200 Millionen Euro in synthetische Kraftstoffe investieren, um diesen zur Marktreife zu verhelfen. Ein solcher staatlicher Zuschuss muss aus Sicht der Grünen aber an klare Bedingungen geknüpft sein. Kühn sagte den Funke-Zeitungen, dass es Zuschüsse nur dann geben könne, "wenn sich Airlines zur Abnahme der E-Fuels verpflichten und belastbare CO2-Reduktionsziele vorlegen". Eine finanzielle Förderung setze zudem eine Verdoppelung der Luftverkehrssteuer voraus, sagte Kühn.

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