Gabriel: US-Vorgehen in Afghanistan eng mit Europa abstimmen

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Gabriel: US-Vorgehen in Afghanistan eng mit Europa abstimmen

22.08.2017 - 14:34 Uhr

Gabriel: US-Vorgehen in Afghanistan eng mit Europa abstimmen Gabriel: US-Vorgehen in Afghanistan eng mit Europa abstimmen Politik
über dts Nachrichtenagentur

Nach der Vorstellung der neuen US-Strategie für Afghanistan von US-Präsident Donald Trump hat Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) die USA aufgefordert, ihr Vorgehen eng mit Europa abzustimmen. "Wir erwarten von Washington, dass die USA ihr Vorgehen eng mit uns Europäern abstimmen. Weitere Migration destabilisiert nicht nur Afghanistan, sondern auch Europa", sagte Gabriel am Dienstag.

Es sei wichtig, dass die Amerikaner mit den Europäern besprechen, wie man gemeinsam dafür sorgen könne, dass das Land friedlicher und sicherer werde. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts begrüßte die neue US-Strategie: "Es ist gut, dass die USA ihr Engagement in Afghanistan substanziell fortsetzen", sagte er am Dienstag. Trotz intensiver Anstrengungen der Internationalen Gemeinschaft seien die Voraussetzungen für ein Afghanistan ohne internationale Unterstützung bislang nicht erreicht. Auch wenn die USA den Fokus noch stärker auf die Bedrohung durch terroristische Risiken legen würden, dürfe zugleich der Einsatz für den zivilen Wiederaufbau aber nicht nachlassen, so der Sprecher weiter. Unterdessen bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Franz Josef Jung (CDU), das geplante verstärkte militärische Engagement der USA in Afghanistan als richtig. "Denn die Sicherheitslage hat sich in jüngster Zeit in Afghanistan verschärft", sagte Jung der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Ein weiteres starkes Engagement dort sei wichtig. Auch die Deutschen müssten ihre Ausbildungsmission für die afghanischen Sicherheitskräfte fortsetzen. Kritik an der US-Strategie für Afghanistan kam von den Grünen: Auch wenn es im Prinzip "richtig und wichtig" sei, dass die USA Afghanistan weiterhin helfen wollten, müsse den Afghanen geholfen werden, "ihr Land aufzubauen und sicherer zu machen", sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour. "Trump möchte den Terror der Taliban, von Al-Qaida und dem `Islamischen Staat` militärisch bekämpfen, ohne sich mit der fragilen Staatlichkeit des Landes auseinanderzusetzen." Dabei verkenne er die Relevanz einer schwachen Staatlichkeit für Radikalisierung und Terror, so der Grünen-Politiker.

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Kommentare zu "Gabriel: US-Vorgehen in Afghanistan eng mit Europa abstimmen"

Insgesamt 6 Kommentare vorhanden


Kommentar von Freddie32
23.08.2017 21:14 Uhr

Zusammenarbeit ist der hinsicht das a und o und wirklich wichtig wobei leider nie in wirklichkeit für frieden sondern ganz andere dinge gekämpft wird was sehr schade ist...es nennt sich interessen.

Kommentar von moses1972
22.08.2017 21:41 Uhr

Es wäre schon sehr von Vorteil wenn sich die Amerikaner und die Europäer in der Afghanistan Frage so eng wie möglich abstimmen. Muss man doch hinbekommen, oder?

Kommentar von GoldSaver
22.08.2017 17:55 Uhr

Es ist sicherlich eine sinnvolle Idee, die Vorgehen gut miteinander abzustimmen, aber ich würde Donald Trump nicht unbedingt dazu mit den Worten auffordern "Wir verlangen ....".

Aber nun ist es gesagt, hoffen wir einmal das beste.

Kommentar von moonraker2005
22.08.2017 17:49 Uhr

Es wäre schon im gemeinsamen Interesse wenn sich die Amerikaner mit den Europäern beim vorehen in Afghanistan abstimmen. Alles andere wäre nicht sinnvoll.

Kommentar von Eckhard
22.08.2017 16:20 Uhr

Hahhaha. Als ob es Herrn Trump interessieren würde was Europa oder die Nato über sein Vorgehen denkt oder er sich mit irgend jemand absprechen wollte.

Kommentar von Holly003120
22.08.2017 15:37 Uhr

Nein, es sollte nicht mit Europa abgestimmt werden.
Europa lebt in der Vergangenheit und traut sich nicht nach vorn zu schauen.
Auf keinen Fall soll Amerika die Europäer da mitreden lassen.
Europa soll auch gefälligst eine eigene europ.Armee aufbauen und nicht immer auf Naaatttooo gucken.
Herr Trump, bitte beenden sie diese Nachkriegs.nato.