Forsa-Umfrage: Mehrheit begrüßt AKK-Rückzug

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Forsa-Umfrage: Mehrheit begrüßt AKK-Rückzug

10.02.2020 - 17:32 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Der am Montag von Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte Verzicht auf die Kanzlerkandidatur und ihr angekündigter Rückzug von der CDU-Parteispitze stößt bei den Bundesbürgern auf breite Zustimmung. In einer am Montag durchgeführten Forsa-Umfrage im Auftrag der RTL/ntv-Redaktion gaben 77 Prozent der Befragten an, sie fänden den angekündigten Rücktritt vom Parteivorsitz gut (nicht gut: 13 Prozent). Auch unter den Anhängern der Unionsparteien findet AKKs Ankündigung eine große Zustimmung (77 Prozent).

Auf die Frage, wer neuer Kanzlerkandidat der CDU/CSU werden solle, ergibt die Umfrage kein einheitliches Bild. 27 Prozent halten Friedrich Merz für den geeignetsten Kandidaten, auf den Plätzen folgen Armin Laschet (18 Prozent), Markus Söder (11 Prozent) und Jens Spahn (8 Prozent). 36 Prozent der Bundesbürger und damit die meisten Befragten sind allerdings der Meinung, dass keiner der vier Genannten geeignet wäre. Auch 23 Prozent der CDU-Anhänger halten danach keinen der genannten Politiker für "kanzlertauglich". Friedrich Merz wird außer von den Anhängern der Unionsparteien (35 Prozent) überdurchschnittlich häufig von den Anhängern der FDP (38 Prozent) und der AfD (39 Prozent) als geeignetster Kanzlerkandidat befunden. Eine erneute Kanzlerkandidatur der seit über 14 Jahren amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger ab. 80 Prozent antworteten in der Forsa-Umfrage mit einem "Nein" auf die Frage, ob Angela Merkel vom Rücktritt zurücktreten und doch weiter Kanzlerin bleiben solle (Ja: 13 Prozent, Rest: weiß nicht). Eine Mehrheit von 55 Prozent der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass die Thüringer CDU dem Kandidaten der Linkspartei Bodo Ramelow bei einer erneuten Abstimmung im Thüringer Landtag – ob durch Zustimmung oder Enthaltung einiger ihrer Abgeordneten – zur Mehrheit verhilft. 27 Prozent meinen, die Thüringer CDU solle versuchen, die Wahl Bodo Ramelows zu verhindern. Auch unter den Anhängern der Unionsparteien spricht sich eine Mehrheit von 52 Prozent dafür aus, Bodo Ramelow durch ein entsprechendes Abstimmungsverhalten zur Mehrheit im Landtag zu verhelfen. Die Umfrage wurde am 10. Februar von Forsa im Auftrag von RTL und n-tv unter 1.012 Personen durchgeführt.

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