Experimentalphysiker: Beamen ist keine gute Idee

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Experimentalphysiker: Beamen ist keine gute Idee

06.01.2020 - 14:52 Uhr

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Das aus der Science-Fiction-Serie "Stark Trek" bekannte Beamen ist nach Ansicht des Experimentalphysikers Gerd Ganteför keine gute Idee. "Beamen ist physikalisch im Prinzip möglich, Sie können Masse in Energie umwandeln nach der berühmten Gleichung von Albert Einstein, E=mc^2", sagte Ganteför der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Nur: "Wenn Sie einen 80-Kilogramm-Menschen in Energie umwandeln, dann ist das so viel Energie, dass, sollten Sie die aus Versehen in die falsche Richtung schicken, Ihnen die Erde explodiert."

Es wäre sehr viel mehr Energie, als wenn man sämtliche Wasserstoffbomben auf der Erde auf einmal zur Explosion bringen würde. "Einen Menschen in einen Energiestrahl umzuwandeln ist wirklich nicht elegant und auch nicht ratsam", sagte er. Auch der Warp-Antrieb, den man ebenfalls aus "Star Trek" kennt, werde wohl niemals Realität, sagte der Wissenschaftler. "Der funktioniert mithilfe der Raumkrümmung. Allerdings ist das wohl außerhalb des Machbaren, denn man braucht dazu mehr Masse, als das Universum überhaupt an Masse hat. Das wird also nichts mit dem Warp-Antrieb, sage ich jetzt mal ganz mutig voraus", so Ganteför. Denkbar sei jedoch, dass die Menschen irgendwann weitere Dimensionen zusätzlich zu den bereits bekannten entdecken würden, so der Physiker. "Ich denke, es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass es höhere Raum-Zeit-Dimensionen gibt. Wir sind eingebettet in die vierdimensionale Raum-Zeit. Existieren aber höhere Raum-Zeit-Dimensionen, wäre es möglich, von einem Punkt in unserer Raum-Zeit zu einem Punkt außerhalb dieser Raum-Zeit zu springen. Das erscheint mir ein wenig plausibler als der Warp-Antrieb", sagte der Wissenschaftler. "Wenn man zeitlos von einem Ort zum nächsten reisen möchte, was wir im Augenblick nicht können, würde ich eher darauf setzen, dass die Reise über ein anderes Zeit-Raum-Kontinuum geht", so Ganteför. Allerdings sei dies "außerhalb der Lehrbuch-Physik", fügte er hinzu. "Nicht, dass ich dafür geprügelt werde."

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