Ex-SPD-Parteichef Engholm: Agenda 2010 hat Stammwähler gekostet

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Ex-SPD-Parteichef Engholm: Agenda 2010 hat Stammwähler gekostet

11.08.2017 - 10:18 Uhr

Ex-SPD-Parteichef Engholm: Agenda 2010 hat Stammwähler gekostet Ex-SPD-Parteichef Engholm: Agenda 2010 hat Stammwähler gekostet Politik
über dts Nachrichtenagentur

Für den ehemaligen SPD-Parteichef Björn Engholm bedeutet die Agenda 2010 eine Zäsur in der Geschichte der Sozialdemokratie. "Man kann für die Agenda 2010 sicher das ein oder andere ökonomische Argument geltend machen. Aber die Agenda hat für die SPD einen tiefen Einschnitt bedeutet", sagte Engholm der "Heilbronner Stimme" (Freitag).

"Ich denke, sechs bis neun Prozent unserer Stammwähler sind in das Lager der Nichtwähler und zur Linken abgewandert. Diese Enttäuschten zurückzuholen ist außerordentlich schwer." Seiner Partei rät er, auf das Thema Gerechtigkeit zu setzen. Engholm: "Ich glaube an das Thema Gerechtigkeit. Auch wenn wir ein starkes Wirtschaftswachstum im Land haben und eine ausgesprochen gute Beschäftigungslage, so sind doch 75 Prozent der Deutschen der Meinung, dass es in dieser Gesellschaft nicht wirklich gerecht zugeht." Zu den Chancen seiner Partei bei der Bundestagswahl sagte er: "Ich denke, die SPD kann noch die 30-Prozent-Marke erreichen. Die CDU hat aber den Vorteil, dass sie vier Koalitionsoptionen hat. Die SPD hat nur zwei, ein Bündnis mit Union oder mit den Grünen. Andere Optionen sehe ich für meine Partei derzeit nicht."

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Kommentare zu "Ex-SPD-Parteichef Engholm: Agenda 2010 hat Stammwähler gekostet"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von MrTest
11.08.2017 16:34 Uhr

Das hat der SPD nicht nur viele Wähler sondern auch viel Symphatie gekostet, irgendwie hat man da immer den Schröder vor Augen der mit seiner Basta-Politik das alles durchgezogen hat und alle es zu akzeptieren hatten.

Kommentar von moses1972
11.08.2017 13:40 Uhr

Natürlich hat die Agenda 2010 der SPD Wähler gekostet . Aber was wollte man den anders machen. Die CDU trägt die Früchte dieser Agenda. Was irgendwie unfair ist.