Ex-Präsident Karzai: Afghanistan zu unsicher für Abschiebungen

Politik Asyl


Ex-Präsident Karzai: Afghanistan zu unsicher für Abschiebungen

01.07.2018 - 00:00 Uhr

Ex-Präsident Karzai: Afghanistan zu unsicher für Abschiebungen Ex-Präsident Karzai: Afghanistan zu unsicher für Abschiebungen Politik
über dts Nachrichtenagentur

Der frühere afghanische Präsident Hamid Karzai hält Afghanistan nicht für sicher genug, um Geflüchtete dorthin zurückzuschicken. "Afghanistan ist definitiv kein sicheres Land", sagte Karzai der "Welt am Sonntag" (Sonntagsausgabe). Etwa 70 Prozent des Landes beherrsche die Taliban.

"Auch wenn Flucht keine Lösung ist, spüre ich die Verzweiflung bei uns und wir haben Mitleid mit denen, die gewaltsam zurückgeschickt werden", so der Ex-Präsident Afghanistans. Er könne die Abschiebungen nicht gutheißen, sagte Karzai, der während des Afghanistankrieges von 2001 bis 2004 als Präsident des Landes eingesetzt und später in teils umstrittenen Wahlen für zehn Jahre zum Präsident gewählt wurde. Für das Jahr 2017 konnten 2.640 Kriegstote in dem Land gezählt werden, etwa zwei Drittel der Toten werden der Verantwortung der Taliban und Gruppen mit Nähe zur Terrormiliz "Islamischer Staat" zugeschrieben. Afghanen bilden mit etwa 250.000 Personen die größte Gruppe der Geflüchteten in Deutschland. 12.000 von ihnen sollen nach Afghanistan abgewiesen werden.

Facebook Twitter Google+ Xing Linkedin

Ähnliche Artikel

Folgende Artikel aus dem Thema Politik könnten Sie auch interessieren

Jetzt kostenlos registrieren !

Verpassen Sie keine aktuellen Neuigkeiten mehr und registrieren Sie sich kostenlos zu unseren Diensten.


Neuen Kommentar schreiben

Um einen Kommentar schreiben zu können,
müssen Sie angemeldet sein.


Kommentare zu "Ex-Präsident Karzai: Afghanistan zu unsicher für Abschiebungen"

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von GoldSaver
01.07.2018 19:58 Uhr

Es ist sicherlich nicht immer einfach zu entscheiden, welches Land als sicher gilt und welches nicht, aber irgendwo muss man Grenzen ziehen, auch wenn mir die Menschen leid tun, die aus einem Land fliehen müssen. Deutschland kann ja nicht unendlich viele Menschen ausnehmen