Ex-Boxweltmeister Urkal kritisiert Anfeindungen gegen ├ľzil

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Ex-Boxweltmeister Urkal kritisiert Anfeindungen gegen ├ľzil

27.07.2018 - 15:50 Uhr

Ex-Boxweltmeister Urkal kritisiert Anfeindungen gegen ├ľzil Ex-Boxweltmeister Urkal kritisiert Anfeindungen gegen ├ľzil Politik
Pressefoto Ulmer, ├╝ber dts Nachrichtenagentur

Der ehemalige Box-Europameister und Olympiazweite Oktay Urkal hat die Anfeindungen gegen Mesut ├ľzil nach dessen R├╝cktritt aus der Fu├čballnationalmannschaft aufgrund seiner rassistischen Erfahrungen kritisiert. "Nur wegen dieses Fotos ist Mesut ├ľzil jetzt auf einmal der letzte Dreck, ist er ein schei├č Kanake", sagte der t├╝rkischst├Ąmmige Deutsche der "Welt". "Das finde ich von den Deutschen unfair, dass er durch ein Foto pl├Âtzlich als v├Âllig anderer Mensch gesehen wird", so Urkal.

Wenn er f├╝r Deutschland gut gespielt habe, habe man ihm zu F├╝├čen gelegen. "Jetzt wird er von den gleichen Leuten mit F├╝├čen getreten. Das ist eine Unversch├Ąmtheit." Trotzdem hat Urkal nur wenig Verst├Ąndnis f├╝r den R├╝cktritt. "Besser h├Ątte ich es gefunden, wenn er gek├Ąmpft, sich durchgeboxt h├Ątte, in dem Sinne: Euch Kritikern werde ich es zeigen." Einfach hinzuschmei├čen sei nat├╝rlich der einfachere Weg. "Andererseits verdient er so viele Millionen, warum soll er sich diese Schande, diese Schmach hierzulande noch antun?", fragt Urkal. Der ehemalige Boxer h├Ątte auch ein Foto mit Erdogan gemacht, wenn er gebeten worden w├Ąre: "Schon wegen meiner Familie, so nach dem Motto: Schaut, ich habe ein Foto mit dem Pr├Ąsidenten als Erinnerung. Meine Eltern h├Ątten damit kein Problem gehabt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Mesut auch so gedacht hat." Urkal hatte 1992 die deutsche Staatsb├╝rgerschaft erhalten und f├╝r die deutsche Nationalmannschaft geboxt. "Ich habe sehr oft geweint - vor und nach dem Training. Weil ich der einzige T├╝rke unter deutschen Boxern war und ich mich mit keinem verstanden habe. Wir waren wie Feuer und Wasser." Im Trainingslager der Nationalmannschaft habe er sich immer wie im Knast gef├╝hlt, weil er immer allein in einem Zimmer gewesen sei. "Keiner wollte mit mir aufs Zimmer gehen", so Urkal.

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