Ex-"Bild"-Chefredakteur liest "Bild" nicht mehr

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Ex-"Bild"-Chefredakteur liest "Bild" nicht mehr

21.06.2017 - 13:32 Uhr

Ex-Bild-Chefredakteur liest Bild nicht mehr Ex-"Bild"-Chefredakteur liest "Bild" nicht mehr Kultur/Medien
über dts Nachrichtenagentur

Der ehemalige Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, Günter Prinz, liest das Blatt nicht mehr. Die "Bild"-Zeitung "ist langweilig", sagte Prinz der "Zeit". Prinz war von 1971 an zehn Jahre lang Chefredakteur der "Bild".

Unter ihm stieg die Auflage auf den historischen Höchststand von rund 5,5 Millionen verkauften Exemplaren. Politisch geprägt war die Zeit von Prinz durch die Berichterstattung über die Terroristen der RAF und linke Studenten, mit denen die Zeitung damals nicht zimperlich umging. Der Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll griff "Bild" deswegen in seinem Roman "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" an. "Ich habe vielleicht 10.000 Schlagzeilen gemacht. Wenn davon 100 misslungen und einige in ihrer Zuspitzung schrecklich misslungen sind, dann ist es schlimm. Aber die Quote ist halbwegs in Ordnung", sagte Prinz über seine damalige Arbeit. Prinz hat in seiner Karriere auch viele Zeitschriften gegründet, begonnen mit "Eltern" und "Jasmin". Später entwickelte er "Auto Bild" und "Bild der Frau" für den Axel-Springer-Verlag sowie die Zeitschrift "SuperIllu" für Hubert Burda Media.

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Kommentare zu "Ex-"Bild"-Chefredakteur liest "Bild" nicht mehr"

Insgesamt 8 Kommentare vorhanden


Kommentar von skazchan
17.08.2017 14:39 Uhr

Sicher ist es für ihn eine Erleichterung, dass er endlich sagen was er denkt. Als Chefredakteur wird er sein eigenes Blatt nicht in den Dreck ziehen, doch nun hält ihn nichts mehr ab die Wahrheit auszusprechen

Kommentar von moses1972
28.06.2017 23:09 Uhr

Lach, da hat er aber lange gebraucht bis im klar war das die Bildzeitung nur ein Schmierenblätchen ist. Wer für diese Zeitung Geld ausgibt ist nicht an fundiertem Journalismus interessiert.

Kommentar von jamieschaller
27.06.2017 12:59 Uhr

Die Bildzeitungs Redakteure machen aus Scheiße Gold und das ist auch eine Leistung! Mal ganz ehrlich viel journalistisches Wissen muss man bei der Bildzeitung nicht haben und trotzdem ist es das erfolgreichste Blatt Deutschlands!

Kommentar von MrTest
25.06.2017 13:08 Uhr

Unter seiner Zeit war die Bild noch sehr lesenswert, heute schaut sie aus wie zig andere Blätter und ist nix besonders mehr.
Gut heute gibts auch viel mehr Konkurenzzeitungen im Vergleich zu damals, aber die schreiben ja alle das gleiche und vertreten alle die gleiche Meinung.

Kommentar von Freddie32
22.06.2017 02:46 Uhr

Es war jahrelang chef der Bildzeitung und ist dieser wohl nach so langer zeit auch überdrüssig geworden.
natürlich kann ich auch seine meinung verstehen das die bild an qualität sehr abgenommen hat.

Kommentar von GoldSaver
21.06.2017 15:15 Uhr

Also wenn er von 1971 bis 1981 Chefredakteur war, dann würde ich ihn als keine besondere Bedeutung zukommen lassen, ob eer es nun liest oder nicht.
Immerhin ist er dort schon lange kein Chefredakteur und scheinbar gefällt ihm die Arbeit seiner Nachfolger absolut nicht.

Kommentar von Cooper
21.06.2017 14:47 Uhr

Ob er es liest oder nicht is mir erlichgesagt egal ich denke er ist nur neidisch was die Bild mit dem neuen Chefredakteur eigendlich alles erreicht hat

Kommentar von stekup
21.06.2017 14:11 Uhr

Tut mir leid, ich habe den Eindruck, das der damalige Chefredakteur "Prinz" vor seiner damaligen Arbeit immer noch königlich angetan ist. Er darf aber auch nicht vergessen, das es in der damaligen Zeit kaum ein Blatt in dieser Art gab! Durch die vielfalt der heutigen Medien, die es damals noch nicht gab, wird es immer schwerer als erster top aktuelle Bericht zu bringen.