EnBW will konventionelle Stromerzeugung weiter zurückfahren

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EnBW will konventionelle Stromerzeugung weiter zurückfahren

20.09.2017 - 06:11 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Der Stromkonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) will sein Geschäft endgültig auf die Energiewende ausrichten. EnBW setze langfristig nur noch auf die Sparten erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb, schreibt das "Handelsblatt" in seiner Mittwochausgabe unter Berufung auf ein vertrauliches Strategiepapier, in dem Konzernchef Frank Mastiaux die neue Strategie "EnBW 2025" skizziert. Die konventionelle Stromerzeugung spiele mittelfristig in den Planungen keine Rolle mehr, heißt es in dem Bericht.

Mastiaux will die EnBW, die mit 22.000 Mitarbeitern 19 Milliarden Euro im Jahr umsetzt, als "nachhaltiger und innovativer Infrastrukturpartner" für Groß- und Privatkunden positionieren. Als solcher soll er mit Windparks, Transport- und Verteilnetzen sowie intelligenten Angeboten für seine Kunden Geld verdienen. Der Konzern will aber auch in andere Infrastrukturbereiche vorstoßen. Dazu gehören etwa der Breitbandausbau, die Elektromobilität oder die Vernetzung ganzer Stadtviertel. Kohle spielt dagegen keine Rolle mehr: "Wir gehen davon aus, dass die Kohlekraftwerke auf das politisch gewollte Ende zusteuern", heißt es in dem Papier. Aktuell betreibt EnBW noch acht Kohlekraftwerke mit mehr als vier Gigawatt Leistung. Zudem sind noch zwei Kernkraftwerke und zwei Gaskraftwerke in Betrieb. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass der Konzern eine neue Strategie erarbeitet hat. Zu Details wollte er sich aber nicht äußern Die Neuausrichtung zeigt sich auch in der Finanzplanung: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll zwar bis 2025 von derzeit 1,9 Milliarden Euro auf mehr als drei Milliarden Euro steigen. Die konventionellen Kraftwerke werden dazu aber praktisch nichts mehr beisteuern. Die erneuerbaren Energien sollen den vertraulichen Planungen zufolge dagegen genau wie die Netze 1,3 Milliarden Euro erwirtschaften, der Vertrieb mehr als 600 Millionen Euro.

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Kommentare zu "EnBW will konventionelle Stromerzeugung weiter zurückfahren"

Insgesamt 4 Kommentare vorhanden


Kommentar von moses1972
20.09.2017 22:52 Uhr

Da kann man nur hoffen das andere Konzerne diesem Beispiel folgen. Ich denke das die konventionelle Energieerzeugung mittelfristig stark zurückgehen wird.

Kommentar von GoldSaver
20.09.2017 17:38 Uhr

Schön, das er die konventionelle Stromerzeugung weiter abbauen möchte. Das müsste überall und wesentlich stärker gemacht werden, sonst nützen auch E-Autos nix.

Kommentar von moonraker2005
20.09.2017 10:37 Uhr

Für unsere Umwelt und unsere Gesundheit ist es gut das die konventionelle Energieerzeugung weiter runtergefahren wird. Hoffentlich folgen die anderen diesem Beispiel.

Kommentar von Freddie32
20.09.2017 10:04 Uhr

Erneuerbare energien sind der richtige weg aber zurzeit noch sehr schwierig im großem umzusetzen.
das ist natürlich ein prozess der noch lange dauert und dieser muss intelligent und bedacht erfolgen.