Elektronische Patientenakte: Gr├╝ne wollen Wahlrecht f├╝r Versicherte

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Elektronische Patientenakte: Gr├╝ne wollen Wahlrecht f├╝r Versicherte

14.02.2019 - 08:23 Uhr

Elektronische Patientenakte: Gr├╝ne wollen Wahlrecht f├╝r Versicherte Elektronische Patientenakte: Gr├╝ne wollen Wahlrecht f├╝r Versicherte Politik
├╝ber dts Nachrichtenagentur

Die Gr├╝nen verlangen bei der elektronische Patientenakte ein Wahlrecht f├╝r die Versicherten. Das hei├čt: TK-Versicherte sollen nicht automatisch die derzeit von der TK mit IBM entwickelte Akte erhalten, sondern sich auch f├╝r einen anderen Anbieter entscheiden k├Ânnen, berichtet das "Handelsblatt". Das gleiche gilt f├╝r die DAK, die beim Thema Digitalisierung mit dem Anbieter Vivy zusammenarbeitet.

Bisher gibt es drei verschiedene Modelle der Akte, die sich unter anderem dabei unterscheiden, wo die Daten gespeichert sind und wer wann und wie Zugriff darauf hat. "Grunds├Ątzlich w├╝rde ich ein solches Wahlrecht des Versicherten f├╝r den richtigen Weg halten", sagte die Gr├╝nen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink dem "Handelsblatt". Voraussetzung daf├╝r w├Ąre, dass die Akte ├╝ber eine Zertifizierung bez├╝glich Datenschutz und Datensicherheit verf├╝gt. Die Krankenkassen werden in dem derzeit im Bundestag zur Beratung anstehenden Termin-Service-Gesetz verpflichtet, ihren Versicherten sp├Ątestens ab 2021 eine elektronische Patientenakte anzubieten. Nach den Vorstellungen der Gr├╝nen b├Âte ein Wahlrecht ganz andere M├Âglichkeiten, was die Nutzung der Akte angeht. Zum einen m├╝sste eine solche frei verf├╝gbare Akte nat├╝rlich alle strengen Datenschutzanforderungen erf├╝llen. ├ťber die Akte w├Ąre es zudem m├Âglich, das Profil des Versicherten mit weiteren Informationen zu verbinden wie bestimmte Behandlungsm├Âglichkeiten. Auf diese Zusatzinformationen, bereit gestellt zum Beispiel von Patientenorganisationen, k├Ânnte der Versicherte ├╝ber seine Akte Zugriff erhalten. Bislang sehen die Kassen die Akte eher als Teil ihres Internetauftritts gegen├╝ber den Versicherten. Allerdings ist auch jetzt schon vorgesehen, dass ein Versicherter seine Akte beim Wechsel der Krankenkasse zur neuen Kasse mitnehmen k├Ânnen muss. Damit w├Ąren in Zukunft grunds├Ątzlich auch die technischen Voraussetzungen f├╝r eine freie Wahl der Akte gegeben. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen w├╝nscht sich gleichwohl eine Art Monopol f├╝r die Kassen als Anbieter der Akte gegen├╝ber ihren Versicherten. Die Akte w├╝rde damit Teil des Markenauftritts einer Kasse werden.

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