Drogenbeauftragte warnt vor Verbreitung von "Billigalkoholika"

Politik


Drogenbeauftragte warnt vor Verbreitung von "Billigalkoholika"

28.03.2018 - 05:00 Uhr

Drogenbeauftragte warnt vor Verbreitung von Billigalkoholika Drogenbeauftragte warnt vor Verbreitung von "Billigalkoholika" Politik
über dts Nachrichtenagentur

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat vor Billig-Bier und -Schnaps in Deutschland gewarnt. "Wir sollten darüber sprechen, ob Preise von weniger als 20 Cent für einen halben Liter Bier oder weniger als vier Euro für Spirituosen sein müssen", sagte die CSU-Politikerin dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochsausgaben). "Gerade Billigalkoholika spielen beim Komasaufen eine Rolle."

Billigangebote hätten "nichts mehr mit Genuss zu tun", sondern würden auf Masse zielen. "Und genau das wollen wir beim Alkohol ja schließlich verhindern. Alkohol ist kein Lebensmittel, sondern im besten Fall ein Genussmittel", so Mortler. Die Drogenbeauftragte äußerte sich vor der Vorstellung des neuen "Jahrbuchs Sucht" am heutigen Mittwoch. Alkoholmissbrauch ist nach Mortlers Worten unverändert "eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft". Jedes Jahr würden allein in Deutschland Zehntausende Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums sterben, so Mortler weiter. "Knapp acht Millionen Menschen trinken so viel, dass sie damit ihre Gesundheit gefährden, und rund 2,65 Millionen Kinder wachsen mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil auf." Um dies zu ändern, müsse mehr gegen "die Omnipräsenz von Alkohol" unternommen werden. "Permanentes Angebot schafft einfach Nachfrage", beklagte Mortler. "Ob an der Tankstelle, bei Familienfeiern oder auf Werbeplakaten - nahezu überall wird uns Alkohol `schmackhaft gemacht`."

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Kommentare zu "Drogenbeauftragte warnt vor Verbreitung von "Billigalkoholika""

Insgesamt 1 Kommentar vorhanden


Kommentar von PurpleColumbine
28.03.2018 07:51 Uhr

Wenn die Leute trinken wollen, dann trinken sie. Rauchen und trinken war auch für die Unterschicht immer bezahltbar. Ich glaube nicht, daß Preiserhöhungen davor schützen.