DRK sieht Deutschland schlecht auf Katastrophen vorbereitet

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DRK sieht Deutschland schlecht auf Katastrophen vorbereitet

08.03.2018 - 16:35 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat sich besorgt gezeigt, dass Deutschland auf die rasche Versorgung einer großen Zahl von Menschen etwa nach Naturkatastrophen oder anderen großen Herausforderungen nicht genügend vorbereitet sei. Sie sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe), die fünf großen Hilfsorganisationen DRK, Arbeiter Samariter Bund, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Johanniter Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst hätten deswegen ein Konzept entwickelt, um diesem Defizit Abhilfe zu schaffen. Geplant sind demnach zehn über Deutschland verteilte Materiallager, mit deren Hilfe insgesamt 50.000 Personen versorgt werden können.

Unter anderem sollen Betten, Kleidung und medizinische Materialien in den Lagern dauerhaft vorgehalten werden. Hasselfeldt bezifferte die "anfänglichen" Gesamtkosten auf 109 Millionen Euro. Die ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete, die zuletzt Vorsitzende der Landesgruppe im Bundestag war, beklagte die unzureichende Vorsorge in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten: "Mitte der neunziger Jahre, als der Kalte Krieg vorüber war und die große Flüchtlingswelle der frühen neunziger Jahre ebenfalls, wurden viele Kapazitäten abgebaut, vor allem die bis dahin vorhandene Bundesvorhaltung." Allein das Rote Kreuz habe Kapazitäten für die Versorgung von 30.000 Menschen abgebaut. Hasselfeldt nannte die Unterbringung vieler Menschen in kürzester Zeit in Folge der Flüchtlingskrise als "jüngste" Herausforderung. Sie wies aber auch auf eine zunehmende Zahl von Naturkatastrophen hin, Epidemien und die Bedrohung von Infrastruktur durch Cyberattacken. "Ich will keine Schreckensszenarien zeichnen. Aber ich glaube schon, dass es nötig ist, mit einer Hausnummer zu beginnen. Und die lautet im Falle der zivilen Verteidigung: Vorsorge für die provisorische Unterbringung von einem Prozent der Bevölkerung in Deutschland, also von rund 800.000 Menschen."

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Kommentare zu "DRK sieht Deutschland schlecht auf Katastrophen vorbereitet"

Insgesamt 2 Kommentare vorhanden


Kommentar von Spongebob
09.03.2018 15:03 Uhr

Das ist ein Problem, welches nicht erst demnächst - was in der politischen Sprache so viel wie in einigen Jahren hieße - an gegangen werden sollte, sondern man sollte es jetzt angehen.

Kommentar von Kneipenchef
09.03.2018 14:57 Uhr

Für die Versorgung des eigenen Volkes war noch nie Geld da. Das wird sich mit der jetzigen "Weiter so" Regierung nicht ändern. Es ist wirklich traurig wie unsere Regierung das eigene Volk versorgt.