Dresdner Wasserstoff-Start-Up kooperiert mit Total

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Dresdner Wasserstoff-Start-Up kooperiert mit Total

02.10.2019 - 11:51 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Das Dresdner Elektrolyse-Start-Up Sunfire kooperiert mit dem französischen Ölkonzern Total. Im Rahmen eines Pilotprojektes lieferten die Wasserstoff-Spezialisten eine Elektrolyse-Anlage zur Herstellung von synthetischem Methanol für die Total-Raffinerie in Leuna, berichtet das "Handelsblatt". "Mit dem Projekt wollen wir demonstrieren, dass synthetisches Methanol im industriellen Maßstab hergestellt werden kann. Das nötige CO2 kommt von der Leuna-Raffinerie und das produzierte grüne Methanol wird ebenfalls von Total verarbeitet", sagte David Nevicato, Total-Experte für das Thema Co2-Verarbeitung und Speicherung, der Zeitung.

Bislang wird Methanol, eine der weltweit am meisten produzierten Rohstoffe der Chemie-Industrie, noch aus Erdöl-Rückständen gewonnen. Langfristig will der Pariser Ölriese allerdings mehr und mehr synthetisches Methanol einsetzen. Das Pilotprojekt mit der Größe von einem Megawatt sei zwar noch klein, aber auch nur der Anfang, sagte Nevicato. "Es ist ein erster Schritt von vielen in die richtige Richtung. Wir wissen, dass wir die Power-To-X-Technologie in Zukunft brauchen, und zwar im industriellen Maßstab. Der nächste Schritt ist dann eine Elektrolyse in der Größe von 50 oder 100 Megawatt sein", so der Total-Experte weiter. Für Sunfire ist es einer der größten Aufträge bislang. Die Dresdner werden die Anlage aber nicht nur bauen, sondern auch betreiben und warten. "Für uns ist dieses Projekt mit einem der größten Mineralölunternehmen der Welt ein Flaggschiff für die Power-To-X-Industrie", sagte Nils Aldag, Mitgründer von Sunfire, dem "Handelsblatt". Während die Bundesregierung noch darüber diskutiere wo Power-To-X Sinn macht, "zeigen wir schon, wo es in der Praxis funktioniert", so Aldag weiter. Die Elektrolyse der Dresdner solle schon Mitte kommenden Jahres in Betrieb gehen, die Methanol-Produktion starte dann ein Jahr später, berichtet die Zeitung weiter. Insgesamt sei das Pilotprojekt auf eine Laufzeit von drei Jahren angesetzt.

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