Deutsche Unternehmen setzen große Hoffnungen auf Joe Biden

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Deutsche Unternehmen setzen große Hoffnungen auf Joe Biden

11.11.2020 - 00:04 Uhr

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über dts Nachrichtenagentur

Deutsche Manager und Unternehmer sehen nach dem Wahlsieg des Demokraten Joe Biden einem Wechsel im Weißen Haus mit großen Erwartungen entgegen. "Von der neuen US-Präsidentschaft erwarte ich, dass es wieder zu einem konstruktiveren Dialog zwischen den USA und Europa kommt, vor allem in Hinblick auf faire Handelsbeziehungen", sagte der Chef des Autozulieferers Webasto, Holger Engelmann, der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe) im Rahmen einer eigenen Umfrage. Die Verschlechterung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU habe man zuletzt "mit großer Sorge verfolgt".

Der geschäftsführende Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann, Christian Haub, ist mit dem Wahlausgang "sehr zufrieden", die Wahl von Joe Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris helfe dem "internationalen Ansehen der USA". Er sei "sicher, dass es zu einer Rückkehr von Amerika als verlässlicher Partner der westlichen Welt kommen wird". Tengelmann werde sich "wieder mit größerer Begeisterung in den USA engagieren". Der Chef der VW-Nutzfahrzeugholding Traton, Matthias Gründler, erhofft sich vor allem Fortschritte beim Klimaschutz. "Traditionell sind die USA ein wichtiger Partner für die gesamte Wirtschaft und elementar, wenn wir beim Klimaschutz weltweit an einem Strang ziehen wollen. Und das ist aus unserer Sicht unumgänglich." Werner Baumann, Vorstandschef des Pharma- und Agrarchemiekonzerns Bayer, der für 57 Milliarden Dollar den US-Saatguthersteller Monsanto übernommen hat, sagte: "Wir gratulieren Joe Biden und Kamala Harris zur Wahl. Wir hoffen, dass es ihnen gelingt, ideologische Gräben zu überbrücken und den Geist der Kooperation zu stärken - in den USA wie auch in den internationalen Beziehungen." Nur gemeinsam könne man "Herausforderungen wie den Klimawandel, die Corona-Pandemie, die daraus resultierende Wirtschaftskrise sowie den dramatisch steigenden Hunger in der Welt überwinden". Siemens-Energy-Chef Christian Bruch setzt auf den "Kampf gegen den Klimawandel". Der erwartete Wiedereintritt zum Pariser Klimaabkommen wäre "ein wichtiges internationales Signal".

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